Das BAföG ist Geld vom Staat fürs Studium. Der Name steht für Bundesausbildungsförderungsgesetz. Es bringt dir bis zu 992 Euro. Davon sind 380 Euro fürs Wohnen. Das Deutschlandstipendium bringt 300 Euro, unabhängig vom BAföG. Dann gibt es den Studienkredit der KfW, einer staatlichen Förderbank. Er kostet seit April 2026 6,53 Prozent Zinsen. Nimm ihn also nur im Notfall. Und der Nebenjob? Als Werkstudent arbeitest du bis 20 Stunden pro Woche. Ein Minijob geht bis 603 Euro, ein kurzfristiger Job bis 70 Tage. Bis 25 bist du kostenlos über deine Eltern versichert.
BAföG-Sätze nach der 29. Novelle (seit 01.08.2024) und Kabinettsbeschluss vom 12.08.2026, Deutschlandstipendium (BMFTR), KfW (Zins ab 01.04.2026), Deutsche Rentenversicherung (Minijob 2026), Studierendenwerke (Werkstudenten), Techniker Krankenkasse (Beitrag 2026). Links unten.
Das BAföG ist der wichtigste Topf. Die meisten unterschätzen es. Seit dem Wintersemester 2024/25 liegt der Höchstsatz bei 992 Euro im Monat. Das gilt für alle, die nicht bei den Eltern wohnen. Darin stecken 380 Euro Wohnpauschale, also ein fester Betrag fürs Wohnen. Dazu kommen Zuschläge für die Kranken- und Pflegeversicherung. Wie viel du bekommst, hängt vom Einkommen deiner Eltern ab. Die Hälfte ist ein Zuschuss, den du behältst. Die andere Hälfte ist ein Darlehen ohne Zinsen, also geliehenes Geld. Es ist gedeckelt: Zurückzahlen musst du höchstens 10.010 Euro. Am 12.08.2026 hat das Kabinett eine Reform beschlossen. Das Kabinett ist die Bundesregierung. Die Reform soll die Wohnpauschale ab dem Sommersemester 2027 auf 440 Euro erhöhen. Solange der Bundestag nicht zugestimmt hat, rechne mit 380 Euro. Was das in Berlin, Frankfurt und Hamburg heißt, steht in unseren Artikeln zu den Städten. Ein Beispiel ist die BAföG-Lücke in Berlin.
Das Deutschlandstipendium zahlt 300 Euro im Monat. Die Hälfte zahlt der Bund, die andere Hälfte zahlen private Förderer. Dein Einkommen spielt keine Rolle. Und du bekommst es zusätzlich zum BAföG. Bewerben kannst du dich an deiner Hochschule, meist im Sommer. Daneben gibt es 13 Begabtenförderungswerke. Das sind Einrichtungen, die begabte Studierende fördern. Dazu gehören die Studienstiftung, Böckler, Adenauer, Ebert und andere. Sie zahlen ähnlich viel wie das BAföG. Dazu kommen 300 Euro Büchergeld. Die Bewerbung macht Arbeit. Aber es bewerben sich erstaunlich wenige.
Der Studienkredit der KfW zahlt bis zu 650 Euro im Monat. Seit dem 01.04.2026 kostet er aber 6,53 Prozent effektiven Jahreszins. Das ist der Preis für den Kredit pro Jahr, mit allen Kosten. Der Zins ist variabel und wird jedes halbe Jahr angepasst. Das ist teuer. Als Brücke für ein Semester ist der Kredit sinnvoll. Als Grundlage für drei Jahre Studium ist er es nicht. Stell vorher einen Antrag auf BAföG. Auch wenn du glaubst, dass du nichts bekommst.
Als Werkstudent arbeitest du neben dem Studium. In der Vorlesungszeit darfst du höchstens 20 Stunden pro Woche arbeiten. Sonst verlierst du deinen Status als Student in der Sozialversicherung. Dazu gehören zum Beispiel die Kranken- und die Arbeitslosenversicherung. In den Semesterferien gilt die Grenze nicht. Daneben gibt es den Minijob bis 603 Euro im Monat (2026). Und es gibt kurzfristige Jobs: bis 70 Arbeitstage oder drei Monate im Jahr, ohne Grenze beim Verdienst. Den Unterschied erklären wir im Artikel Minijob oder kurzfristig. Beim BAföG gibt es einen Freibetrag. Verdienst du mehr, wird der Teil darüber angerechnet. Schau deshalb in deinen BAföG-Bescheid, bevor du den Job wechselst.
Bis zum 25. Geburtstag bist du in der Regel kostenlos über deine Eltern versichert. Das heißt Familienversicherung. Sie gilt, solange dein Einkommen unter der Minijob-Grenze bleibt. Danach brauchst du die studentische Krankenversicherung. Sie kostet 2026 rund 133 bis 146 Euro im Monat, je nach Alter und Kasse. Die Pflegeversicherung ist darin schon enthalten. Dazu kommt der Semesterbeitrag. Den zahlst du jedes Semester an deine Hochschule. Mit dem Deutschlandsemesterticket für Bus und Bahn sind das schnell 300 bis 370 Euro pro Semester. Ein Beispiel: An der Universität Duisburg-Essen sind es 367,80 Euro im Wintersemester 2026/27.
Höchstens 992 Euro im Monat, wenn du nicht bei den Eltern wohnst. Wie viel es genau ist, hängt vom Einkommen deiner Eltern ab. Ab dem Sommersemester 2027 soll die Wohnpauschale steigen, von 380 auf 440 Euro. Das hat das Kabinett am 12.08.2026 beschlossen. Der Bundestag hat noch nicht zugestimmt.
Die Hälfte ist ein Zuschuss. Die andere Hälfte ist ein Darlehen ohne Zinsen. Zurückzahlen musst du davon höchstens 10.010 Euro. Die Rückzahlung beginnt fünf Jahre nach dem Ende der Förderung. Du zahlst in kleinen Raten.
Als Werkstudent in der Vorlesungszeit höchstens 20 Stunden pro Woche. In den Semesterferien gibt es keine Grenze. Beim BAföG ist der Freibetrag so hoch wie die Minijob-Grenze. 2026 sind das 603 Euro im Monat. Was du darüber verdienst, wird angerechnet. Daneben gibt es den Minijob bis 603 Euro und kurzfristige Jobs bis 70 Tage im Jahr.
Bis 25 bist du kostenlos über die Familienversicherung deiner Eltern versichert. Das gilt, solange dein Einkommen unter der Minijob-Grenze bleibt. Danach brauchst du die studentische Krankenversicherung. Sie kostet 2026 rund 133 bis 146 Euro im Monat, je nach Kasse.
Susanne Schmidt-Dizdarevic. Prokuristin der echt Personal GmbH, verantwortlich für Personal. Gelernte Hotelfachfrau, seit 2009 in der Personaldienstleistung. Schließt jede Woche kurzfristige Arbeitsverträge mit Studenten und Schülern ab.
Wie finanzierst du dein Studium, und was hättest du gern früher gewusst? Schreib es unter den Beitrag auf Instagram, dann haben alle etwas davon: @echt.foryou.
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