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studieren mit ki
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was studieren im ki-zeitalter? was die zahlen sagen, und was nicht

Es gibt ein Werkzeug, das für jeden Beruf ausrechnet: Wie viel davon könnten heute schon Maschinen? Du musst es nur richtig lesen.

Stand 14.09.2026 · Autorin SSM · auch als Karussell auf Instagram

Kurz gesagt

Der Job-Futuromat kommt vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Das IAB gehört zur Bundesagentur für Arbeit. Der Futuromat zeigt für jeden Beruf, welcher Anteil der Kerntätigkeiten heute technisch automatisierbar wäre. Kerntätigkeiten sind die wichtigsten Aufgaben im Beruf. Automatisierbar heißt: Eine Maschine oder ein Programm könnte sie erledigen. Bürokaufleute liegen bei rund 80 Prozent. Pflegefachkräfte liegen bei rund 25 Prozent, Erzieher bei rund 17 Prozent. Das ist keine Vorhersage, dass Jobs verschwinden. Berufe mit viel Bezug zu KI, also künstlicher Intelligenz, haben zwischen 2019 und 2023 sogar mehr Beschäftigte gewonnen. Für deine Fachwahl heißt das: Lauf nicht vor KI weg. Geh lieber in ein Feld, in dem Menschen, Verantwortung oder Hände gebraucht werden. Und lern KI als Werkzeug.

Stand & Quelle

IAB-Forum, Glossar Substituierbarkeitspotenzial; IAB-Forschungsbericht 14/2025 (05.11.2025); Fachkräfteengpassanalyse 2025 der Bundesagentur für Arbeit; Berufswerte aus Auswertungen von Juli/August 2026, die sich auf die IAB-Neuberechnung 2022 stützen. Einzelwerte können je nach Berufsbezeichnung abweichen, deshalb schlag deinen Beruf immer selbst im Futuromat nach. Links unten.

Bürokaufleute
≈ 80 %
Softwareentwicklung
≈ 43 %
Pflegefachkraft
≈ 25 %
Erzieher
≈ 17 %

was der futuromat misst

Das IAB hat rund 8.000 Tätigkeiten in knapp 4.000 Berufen geprüft. Die Frage war: Könnte eine Technik, die es heute gibt, diese Tätigkeit ganz automatisch erledigen? Wie groß der Anteil solcher Tätigkeiten an den Kerntätigkeiten eines Berufs ist, heißt Substituierbarkeitspotenzial. Das Wort bedeutet: wie viel sich ersetzen ließe. Über 70 Prozent gilt als hoch. Wichtig ist das Wort „könnte“. Der Wert sagt nichts darüber, ob es sich wirtschaftlich lohnt. Er sagt auch nicht, ob es rechtlich erlaubt ist oder ob Kunden es wollen. 80 Prozent bei Bürokaufleuten heißt nicht, dass 80 Prozent der Stellen wegfallen. Es heißt: Der Beruf verändert sich. Die übrigen 20 Prozent werden wichtiger, also Abstimmung, Entscheidung und Ausnahmen.

was tatsächlich passiert

Im IAB-Forschungsbericht 14/2025 geht es um die Jahre 2019 bis 2023. Die Forschenden haben geschaut, wie sich die Beschäftigung entwickelt hat, je nach KI-Bezug. In Berufen mit hoher KI-Exposition wuchs sie um 5,9 Prozent. KI-Exposition heißt: wie stark ein Beruf mit KI zu tun hat. In Berufen mit geringer KI-Exposition wuchs die Beschäftigung um 2,5 Prozent. In Berufen ohne KI-Bezug sank sie um 1,7 Prozent. Das Wichtigste laut den Forschenden: KI verändert Tätigkeiten in Berufen. Ganze Berufe schafft sie selten ab. Eine Einschränkung nennen sie auch. In Berufen mit viel KI-Bezug werden etwas weniger unter 30-Jährige neu eingestellt. Der Einstieg wird also anspruchsvoller. Der Beruf wird aber nicht überflüssig.

was gesucht wird

Die Bundesagentur für Arbeit hat eine Engpassanalyse für 2025 gemacht. Darin zählt sie 157 Berufe, in denen Fachkräfte fehlen. Darunter sind Pflege und Medizin, Bau und Handwerk, Köche, Berufskraftfahrer und Erzieher. Neu dabei sind Soziale Arbeit und Vermessungstechnik. Auffällig ist das: Berufe in der Informationstechnik (IT) waren 2024 noch ein Engpass. 2025 tauchen sie nicht mehr in der Liste auf. Das ist kein Grund, Informatik zu lassen. Es ist aber ein Grund, Informatik nicht als Selbstläufer zu sehen, der von allein klappt.

was das für deine wahl heißt

Aus den Zahlen folgen drei Regeln. Die erste Regel: Du arbeitest mit Menschen, trägst Verantwortung oder machst etwas mit den Händen? Solche Berufe haben niedrige Werte und hohen Bedarf. Beispiele sind Medizin, Pflege, Soziale Arbeit, Lehramt, Ingenieurwesen mit Baustelle und Handwerk. Die zweite Regel: Reine Verwaltung, Sachbearbeitung und einfache Buchhaltung haben hohe Werte. Das gilt egal, ob mit Ausbildung oder mit Bachelor. Du studierst Betriebswirtschaftslehre (BWL)? Dann geh eher in Richtung Führung, Verhandlung oder Projekt, nicht in Richtung Ablage. Die dritte Regel: Lern KI als Werkzeug, egal in welchem Fach. Lern im Studium, mit Sprachmodellen Texte, Daten und Code zu bearbeiten. Sprachmodelle sind KI-Programme, die mit Sprache arbeiten. Dann bist du beim Einstieg die Person, die die Ausnahmen erkennt. Das ist der Teil, der bleibt.

Häufige Fragen

Nimmt mir die KI den Job weg?

Der Futuromat misst, was technisch ersetzbar wäre. Er misst nicht, was wirklich passiert. Das IAB zeigt sogar: In Berufen mit viel KI-Bezug wuchs die Beschäftigung von 2019 bis 2023 um 5,9 Prozent. In Berufen ohne KI-Bezug sank sie um 1,7 Prozent. KI verändert Aufgaben in Berufen. Ganze Berufe schafft sie selten ab.

Welche Fächer sind sicher?

Sicher ist nichts. Aber Berufe mit Menschen, Händen und Verantwortung haben niedrige Werte. Dazu gehören Pflege, Erziehung, Handwerk, Medizin und Soziale Arbeit. Und die Engpassanalyse der Bundesagentur für 2025 nennt genau diese Felder als Mangelberufe. Das sind Berufe, in denen Fachkräfte fehlen.

Ist Informatik noch eine gute Idee?

Ja, aber anders als vor fünf Jahren. Reines Programmieren hat laut Futuromat einen mittleren Wert. Beim Beruf Fachinformatiker Anwendungsentwicklung sind es 43 Prozent. Und IT-Berufe tauchen in der Engpassanalyse 2025 nicht mehr auf. Du verbindest Informatik mit einem Feld, in dem sie angewendet wird, etwa Medizin, Energie oder Logistik? Dann stehst du besser da.

Wo finde ich den Wert für meinen Wunschberuf?

Geh auf job-futuromat.iab.de und gib deinen Beruf ein. Dann siehst du den Prozentwert und die einzelnen Tätigkeiten. Wir bauen den Wert in jede Fachakte ein.

SSM
Geschrieben von

Susanne Schmidt-Dizdarevic. Prokuristin der echt Personal GmbH, verantwortlich für Personal. Gelernte Hotelfachfrau, seit 2009 in der Personaldienstleistung. Schließt jede Woche kurzfristige Arbeitsverträge mit Studenten und Schülern ab.

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Welchen Wert hat dein Wunschberuf im Futuromat, und hat er dich überrascht? Schreib es unter den Beitrag auf Instagram, dann haben alle etwas davon: @echt.foryou.

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Quellen

@echt.foryou