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pflege studieren

Der Beruf mit der sichersten Zukunft in unserem Lexikon. Und das Studium, das fast niemand wählt: 1.800 Pflegestudierende stehen 157.200 Auszubildenden gegenüber. Hier vergleichen wir beide Wege ehrlich.

Stand 15.09.2026 · Autorin SSM · auch als Karussell auf Instagram

Kurz gesagt

Pflege kannst du seit 2020 studieren. Das Studium dauert sieben bis acht Semester. Ein Semester ist ein halbes Studienjahr. Das Studium ist dual. Du hast also einen Ausbildungsvertrag bei einem Träger, zum Beispiel einem Krankenhaus. Am Ende hast du einen Bachelor of Science. Dazu bekommst du die staatliche Berufszulassung als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann. Seit 2024 wird das Studium die ganze Zeit bezahlt. Die Höhe richtet sich in der Praxis nach den Sätzen der Pflegeausbildung. Ab Mai 2026 sind das rund 1.490 bis 1.650 Euro im Monat. Mindestens 2.300 Praxisstunden sind Pflicht. Fast alle Hochschulen nehmen jeden mit Ausbildungsvertrag. Einen Numerus clausus (NC), also eine Notengrenze, gibt es praktisch nicht. Trotzdem studieren nur rund 1.800 Menschen Pflege. 157.200 machen die dreijährige Ausbildung. Beide verdienen danach nach dem Pflegetarif des öffentlichen Dienstes. Pflegefachkräfte verdienen im Median 4.004 Euro. Median heißt: Die Hälfte verdient mehr, die andere Hälfte weniger. Im Tarif beginnt die Gruppe P 7 bei 4.212 Euro. Pflege ist ein Engpassberuf. Es gibt also zu wenige Fachkräfte. Das Statistische Bundesamt rechnet bis 2049 mit 280.000 bis 690.000 fehlenden Pflegekräften.

Stand & Quelle

Pflegeberufegesetz § 38, Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe § 30, Pflegestudiumstärkungsgesetz, Bundesministerium für Gesundheit (BMG). Statistisches Bundesamt (Pflegeberufestatistik 18.03. und 02.07.2026, Pflegekräftevorausberechnung 24.01.2024, Pflegebedürftige 18.12.2024, Studierende im Wintersemester 2025/26). Hochschulseiten zu Aufbau und Zulassung: Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW), Frankfurt University of Applied Sciences (UAS), Evangelische Hochschule Berlin (EH), Charité, Alice Salomon Hochschule Berlin (ASH), Hochschulen Fulda, Bochum und München, Universität zu Lübeck, Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW). Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA, Tarif für Auszubildende in der Pflege). Tabelle 2026 des Pflegetarifs im öffentlichen Dienst (oeffentlicher-dienst.info, gekennzeichnet). Bundesagentur für Arbeit (Arbeitsmarktsituation Pflege Mai 2025, Pressemitteilung 08.05.2026, Engpassanalyse 2025). Deutscher Ethikrat. Bundesregierung (Befugniserweiterung 2026). Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) 2024/25. Alle Links unten. Stand 15.09.2026.

Pflegestudenten
≈ 1.800
Auszubildende
157.200
Praxisstunden
2.300
Median Fachkraft
4.004 €
Engpassberuf
ja

was du machst

Was im Gesetz steht

Das Pflegestudium ist gesetzlich geregelt. § 38 Pflegeberufegesetz sagt: „Das Studium dauert mindestens drei Jahre. Es ist ein duales Studium“. Dual heißt: Du lernst an der Hochschule und arbeitest in der Praxis.

Die Stunden regelt § 30 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe:

  • Insgesamt sind es mindestens 4.600 Stunden.
  • Davon sind mindestens 2.300 Stunden Praxis.
  • Und mindestens 2.100 Stunden sind Lehre.

Was du lernst

Du lernst, Pflegeprozesse wissenschaftlich zu verstehen. Dazu kommen medizinische Grundlagen, Pflege in verschiedenen Lebenslagen, Recht und Ethik.

Seit 2025 gehört auch die erweiterte Heilkunde dazu. Dabei geht es um Diabetes, chronische Wunden und Demenz. Pflegefachpersonen dürfen sie seit 01.01.2026 eigenständig ausüben.

Wo du in der Praxis bist

Deine Praxiseinsätze hast du an verschiedenen Orten:

  • Im Krankenhaus und in der Langzeitpflege.
  • In der Kinderkrankenpflege und in der Psychiatrie.
  • In der ambulanten Pflege, also bei Menschen zu Hause.

Mindestens 10 Prozent der Einsatzzeit bekommst du Praxisanleitung. Das heißt: Eine Pflegefachkraft leitet dich gezielt an.

Der Abschluss

Am Ende hast du einen Bachelor of Science und die staatliche Prüfung. Du hast also denselben Berufsabschluss wie nach der Ausbildung. Den Hochschulabschluss gibt es obendrauf.

In Hamburg, Frankfurt, Berlin, München und Lübeck dauert das Studium sieben Semester. Du sammelst dort 210 Leistungspunkte. Leistungspunkte zeigen, wie viel Arbeit im Studium steckt. In Fulda und Bochum sind es acht Semester mit 240 Leistungspunkten. Dort hast du 2.600 Praxisstunden.

Studium oder Ausbildung?

studium

Dauert sieben bis acht Semester. Am Ende hast du den Berufsabschluss und einen Bachelor. Das Studium wählten rund 800 Anfänger.

ausbildung

Dauert drei Jahre, mit 2.100 Stunden Unterricht und 2.500 Stunden Praxis. Am Ende hast du denselben Berufsabschluss, aber keinen Bachelor. 2025 haben 63.900 damit begonnen, 8 Prozent mehr.

Der Wissenschaftsrat berät Bund und Länder zu Hochschulen und Forschung. Er wollte 10 bis 20 Prozent eines Jahrgangs an den Hochschulen. Tatsächlich waren es 2021 unter einem Prozent. Und nur die Hälfte der Studienplätze war besetzt.

wie du reinkommst

Hier läuft es anders als in jedem anderen Fach. Du bewirbst dich zuerst bei einem Träger. Das ist ein Krankenhaus, ein Pflegeheim oder ein ambulanter Dienst, der mit der Hochschule kooperiert. Dort schließt du einen Ausbildungsvertrag. Erst dann kommt die Hochschule. Bei ihr bewirbst du dich immer direkt, nie über hochschulstart.de. Das ist ein zentrales Bewerbungsportal für Studienplätze.

Die Fachhochschulreife reicht überall, oft auch eine Ausbildung. So sah es 2025/26 aus:

HochschuleZulassungQuelle
HAW Hamburg (Pflege dual)60 Plätze. Alle Berechtigten zugelassen (2024 und 2025). Start nur im Winter, Frist 31.07. Vertrag mit Träger vorherHAW Hamburg
Frankfurt UAS (Angewandte Pflegewissenschaft dual)kein NC in der NC-Liste. Vertrag mit Träger, Bewerbung bis 30.09., erweitertes FührungszeugnisFrankfurt UAS
Charité Berlinrund 65 Plätze, zulassungsbeschränkt. Punkte für Note, Praxis, Ehrenamt, Englisch. Frist 15.07.Charité
EH Berlin (Bachelor of Nursing)mit über 21 Kooperationsträgern, Frist 15.07.EH Berlin
ASH BerlinStart im Sommer und im Winter, Plätze über die Träger begrenztASH Berlin
Hochschule Fuldazulassungsfrei, 8 Semester, Bewerbung bis 30.09., Attest und FührungszeugnisHochschule Fulda
Hochschule Bochum, Hochschule Münchenzulassungsfrei, Ausbildungsvertrag nötigHochschulseiten

Drei Wörter aus der Tabelle:

  • Kooperationsträger sind Träger, die mit der Hochschule zusammenarbeiten.
  • Führungszeugnis heißt ein Nachweis vom Staat, ob Einträge im Strafregister stehen.
  • Attest heißt eine Bescheinigung vom Arzt.

Die Katholische Hochschule in Köln (katho) bietet nur den berufsbegleitenden Bachelor an. Er ist für Menschen mit abgeschlossener Pflegeausbildung. Wie viele sich pro Platz bewerben, veröffentlicht keine Hochschule. Die HAW Hamburg nahm zwei Jahre in Folge alle.

praktikum vorher

Ein Vorpraktikum brauchst du nicht. Die HAW Hamburg sagt ausdrücklich: „keine Vorpraxis nötig“. Die Praxis ist das Studium. Das sind 2.300 Stunden, meist in der vorlesungsfreien Zeit oder als ganze Praxissemester.

Trotzdem gilt: Ein Pflegepraktikum oder ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) auf Station ist die beste Entscheidungshilfe, die es gibt. Denn Schichtdienst, Körperarbeit und Sterben musst du erlebt haben, bevor du sie sieben Semester lang wählst.

Und noch etwas: Der Träger, bei dem du das Praktikum machst, gibt dir oft auch den Ausbildungsvertrag fürs Studium.

Alles Weitere steht auf Praktikum vor dem Studium.

kosten und zeit

Du bekommst Geld

Das Pflegestudium ist das einzige in unserem Lexikon, bei dem du vom ersten Tag an Geld bekommst. Das regelt das Pflegestudiumstärkungsgesetz. Es ist seit Dezember 2023 in Kraft und wirkt ab 2024. Der Träger muss dir „eine angemessene monatliche Vergütung“ zahlen. Das Geld kommt aus dem Ausbildungsfonds (§ 38b Pflegeberufegesetz). Das ist ein Geldtopf, über den die Pflegeausbildung finanziert wird.

Wie hoch das Geld ist, steht nicht im Gesetz. Bayern orientiert sich an der Ausbildungsvergütung. Die Hochschule München nennt den Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes, Teil Pflege. Ab 01.05.2026 gilt dort:

Jahrim Monat
erstes Jahr1.490,69 €
zweites Jahr1.552,07 €
drittes Jahr1.653,38 €

Das Klinikum Stuttgart zahlt Studierenden zusätzlich 150 Euro Studienzulage.

Semesterbeitrag

Einen Semesterbeitrag zahlst du. Das sind die Beträge, jeweils mit Ticket:

  • An der Frankfurt UAS sind es 406,78 Euro.
  • In Fulda sind es 404,80 Euro.
  • An der HAW Hamburg sind es 397 Euro.

Abbruch

An Fachhochschulen brechen 20 Prozent der Bachelor-Studierenden ab. Das misst das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW). Einen Wert für Pflege gibt es nicht. Die Ausbildung hat eigene Vertragslösungsquoten. Sie zeigen, wie viele ihren Ausbildungsvertrag vorzeitig beenden. Das Statistische Bundesamt führt sie in der Pflegeberufestatistik.

Die Zeit

Das Studium dauert sieben bis acht Semester statt drei Jahre. Dafür ist der Bachelor die Tür zu Master, Pflegepädagogik, Management und erweiterter Praxis. In der Pflegepädagogik unterrichtest du später selbst in der Pflegeausbildung. Für den Unterricht in Theorie an einer Pflegeschule brauchst du dafür einen Master (§ 9 Pflegeberufegesetz). Die Länder dürfen bis Ende 2035 Ausnahmen erlauben.

Wie du das Studium bezahlen kannst, steht auf Studium finanzieren.

gehalt und beruf

Was du verdienst

Die amtlichen Zahlen kommen von der Bundesagentur für Arbeit (Daten 2023). Sie gelten für Pflegefachkräfte in Vollzeit:

  • Im Median verdienen sie 4.004 Euro brutto im Monat. Brutto heißt: vor Abzug von Steuern und Abgaben.
  • Im Krankenhaus sind es 4.108 Euro.
  • In Heimen und ambulanten Diensten sind es rund 3.900 Euro.
  • Seit 2018 ist das ein Plus von 22 Prozent.

Was im Tarif steht

Für den Pflegetarif des öffentlichen Dienstes ab 01.05.2026 haben wir eine nicht amtliche Quelle genutzt: oeffentlicher-dienst.info. Danach gilt:

GruppeStartEnde
P 74.212,36 € (Stufe 2)5.166,48 €
P 84.441,45 €5.386,78 €

Die Gruppe P 7 gilt für Pflegefachkräfte. P 8 gilt für besondere Aufgaben. Diese Zuordnung stammt aus der Entgeltordnung. Sie legt fest, welche Tätigkeit in welche Gruppe gehört. Die Entgeltordnung konnten wir nicht selbst abrufen.

Ob der Bachelor mehr Geld bringt, regelt bisher kein Tarifvertrag eindeutig.

Wer in der Pflege arbeitet

  • 1,76 Millionen Menschen arbeiten in Pflegeberufen. 81 Prozent davon sind Frauen.
  • Jede fünfte Pflegekraft hat eine ausländische Staatsangehörigkeit.
  • Rund die Hälfte arbeitet in Teilzeit.
  • Die Arbeitslosenquote der Pflegefachkräfte liegt bei 1,1 Prozent.
  • Auf 100 gemeldete Stellen kommen 57 Arbeitslose.

Wo du arbeiten kannst

Du kannst im Krankenhaus, in der Langzeitpflege oder in ambulanten Diensten arbeiten. Auch die Pflege von Kindern, die Psychiatrie und die Palliativpflege sind möglich. Palliativpflege heißt: Du begleitest schwer kranke Menschen am Lebensende.

Mit Bachelor kommen weitere Felder dazu:

  • Erweiterte Heilkunde und Praxisanleitung. Bei der Praxisanleitung leitest du Lernende auf Station an.
  • Pflegepädagogik und Management.
  • Advanced Practice, also erweiterte Pflegepraxis.

zukunft im ki-zeitalter

gute aussichtenBeruf: Pflegefachfrau oder Pflegefachmann (Bachelor of Science)
engpassberuf 2025
ja
fehlende pflegekräfte 2049
bis 690.000
arbeitslosenquote fachkräfte
1,1 %
median fachkraft
4.004 €

Die Ampel steht auf gute Aussichten, so sicher wie eine Schätzung sein kann. Pflege ist ein Engpassberuf. Der Bedarf steigt bis 2049 um ein Drittel. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 1,1 Prozent. Und KI kann die Dokumentation übernehmen, aber nicht die Hand am Bett. Seit 2026 dürfen Pflegefachpersonen Aufgaben übernehmen, die vorher Ärzten vorbehalten waren. Was die Ampel nicht misst: Schichtdienst, Belastung und ein Gehalt, das für die Verantwortung eher niedrig ist.

Schätzungen, keine Prognose. Engpassberuf: Fachkräfteengpassanalyse 2025 der Bundesagentur für Arbeit (Mai 2026), Pflegeberufe Punktwert 2,7. Fehlende Pflegekräfte: Statistisches Bundesamt, Pflegekräftevorausberechnung (24.01.2024), Spanne zwischen Trend- und Status-quo-Variante für 2049. Arbeitslosenquote und Median: Bundesagentur, Arbeitsmarktsituation im Pflegebereich (Mai 2025, Quote Jahresschnitt 2024, Median 2023). Substituierbarkeit: Textaussage der Bundesagentur im selben Bericht. Einzelwert des Job-Futuromat folgt. Selbst nachschauen: job-futuromat.iab.de.

Das ist die sicherste Prognose im ganzen Lexikon, und die härteste.

Der Bedarf steigt

Das Statistische Bundesamt rechnet so:

  • Der Bedarf an Pflegekräften steigt von 1,62 Millionen (2019) auf 2,15 Millionen im Jahr 2049. Das sind 33 Prozent mehr.
  • Je nach Rechenvariante fehlen 2034 zwischen 90.000 und 350.000 Pflegekräfte.
  • Im Jahr 2049 fehlen zwischen 280.000 und 690.000.
  • Ende 2023 gab es knapp 5,7 Millionen Pflegebedürftige. Das sind 15 Prozent mehr als zwei Jahre davor.

Die Bundesagentur schreibt in der Engpassanalyse 2025: „Es zeigen sich Engpässe vor allem in Pflegeberufen“. Sie vergibt den Punktwert 2,7. Das bedeutet einen deutlichen Engpass.

KI und Roboter

Der Deutsche Ethikrat berät Politik und Gesellschaft zu ethischen Fragen. Er sieht Robotik als „wertvollen Beitrag“. Das gilt bei körperlich belastender Arbeit, bei Monitoring, also Überwachung, und bei Assistenz. Aber sie dürfe „zwischenmenschliche Beziehungen nicht ersetzen“. Und sie dürfe nicht in erster Linie gegen den Personalmangel eingesetzt werden.

Dokumentation und Verwaltung kann Software übernehmen. Die Hand am Bett nicht. Genau deshalb bescheinigt die Bundesagentur den Pflegeberufen ein niedriges Substituierbarkeitspotenzial. Das heißt: Maschinen können wenig davon ersetzen.

Was sich mit Bachelor ändert

Seit 2026 dürfen Pflegefachpersonen je nach Qualifikation Aufgaben übernehmen, die bisher Ärzten vorbehalten waren. Ob der Bachelor dafür Voraussetzung wird, ist noch nicht geregelt. Den Einzelwert des Futuromat tragen wir nach.

dafür

Pflege ist ein Engpassberuf. Du bekommst schon im Studium Geld. Und der Bachelor öffnet dir den Weg in Pflegepädagogik, Management und Master.

dagegen

Du arbeitest im Schichtdienst, und die Belastung ist hoch. Das Gehalt ist für die Verantwortung eher niedrig. Und ein eigener Tarif für den Bachelor fehlt noch.

wo du studieren kannst

Das CHE-Ranking vergleicht Hochschulen. Pflegewissenschaft ist seit 2024/25 darin. Es umfasst 17 Fachbereiche an Unis und 62 an Fachhochschulen. Nachweislich in der Spitzengruppe liegen die Hochschule Osnabrück (Pflege dual) und die Hochschule Esslingen.

Das sind die Hochschulen in unseren Städten:

HochschuleWas wir wissenStudiengangsseite
Frankfurt University of Applied SciencesAngewandte Pflegewissenschaft dual, 7 Semester, 210 Leistungspunkte (ECTS), Start nur im Winter. Neues Modulhandbuch ab Wintersemester 2026/27frankfurt-university.de
HAW HamburgPflege dual, 7 Semester, 60 Plätze, Semesterbeitrag 397 Eurohaw-hamburg.de
Charité BerlinBachelor Pflege, 7 Semester, rund 65 Plätze. Kürzer für Examinierte, also mit abgeschlossener Pflegeausbildungcharite.de
Evangelische Hochschule BerlinBachelor of Nursing, 7 Semester, 21 Kooperationsträger, SkillsLab (Übungsraum)eh-berlin.de
Alice Salomon Hochschule BerlinPflege (Primärqualifizierung, also für Leute ohne Pflegeausbildung), Start im Sommer und im Winterash-berlin.eu
Hochschule FuldaPflege dual, 8 Semester, 240 Leistungspunkte, zulassungsfreihs-fulda.de
Hochschule BochumPflege, 8 Semester, 2.600 Praxisstunden, zulassungsfreihochschule-bochum.de
Hochschule MünchenAngewandte Pflegewissenschaft, 7 Semester, Vergütung nach dem Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes, Teil Pflegehm.edu
Universität zu LübeckPflege, Bachelor of Science, dual mit dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH)uni-luebeck.de

was andere erlebt haben

Was Pflegestudierende erzählen, dreht sich um drei Themen:

  • Die Doppelrolle. Auf Station bist du Auszubildende wie alle anderen. An der Hochschule schreibst du Hausarbeiten über evidenzbasierte Pflege. Das ist Pflege, die sich auf wissenschaftliche Belege stützt. Und beide Seiten fragen, was das Studium eigentlich bringt. Die Antwort kommt erst nach dem Abschluss, mit den Rollen, die es vor 2026 nicht gab.
  • Das Geld. Bis 2024 war das Studium unbezahlt. Viele haben deshalb die Ausbildung gewählt. Die Jahrgänge ab 2024 sind die ersten, die durchgehend bezahlt werden.
  • Nachtdienst neben Klausuren. Wer das kann, kann fast alles.

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Häufige Fragen

Studium oder Ausbildung?

Beide führen zum gleichen Berufsabschluss. Ein eigener Tarif für den Bachelor fehlt noch. Die Ausbildung dauert drei Jahre und ist der Normalweg. 157.200 Menschen machen sie. Das Studium dauert sieben bis acht Semester und wird seit 2024 ebenfalls bezahlt. Es bringt dir den Bachelor. Der öffnet seit 2026 den Weg in erweiterte Heilkunde, Pflegepädagogik, Management und Master. Nur 1.800 studieren.

Wird das Pflegestudium bezahlt?

Ja. Seit dem Pflegestudiumstärkungsgesetz wird es für die ganze Dauer bezahlt. Das Gesetz sagt „angemessen“. In der Praxis richtet sich das Geld nach den Sätzen der Pflegeausbildung. Ab Mai 2026 sind das je nach Jahr rund 1.490 bis 1.650 Euro im Monat. Manche Kliniken zahlen eine Zulage dazu.

Gibt es einen NC?

Praktisch nicht. Die HAW Hamburg nahm zwei Jahre in Folge alle. Fulda, Bochum und München sind zulassungsfrei. Die Hürde ist der Ausbildungsvertrag mit einem Träger. Den brauchst du, bevor du dich an der Hochschule bewirbst. Die Charité wählt mit Punkten aus.

Was verdient man danach?

Pflegefachkräfte verdienen im Median 4.004 Euro brutto, im Krankenhaus 4.108 Euro. Im Pflegetarif des öffentlichen Dienstes beginnt die Gruppe P 7 bei 4.212 Euro. In der höchsten Stufe sind es 5.166 Euro. Das gilt ab Mai 2026, nach oeffentlicher-dienst.info. Ein eigener Tarif für den Bachelor fehlt noch.

Ersetzen Roboter die Pflege?

Nein. Der Ethikrat sieht Robotik als Unterstützung bei belastender Arbeit, nicht als Ersatz für Beziehung. Die Bundesagentur bescheinigt Pflegeberufen ein niedriges Automatisierungspotenzial. Und das Statistische Bundesamt rechnet bis 2049 mit bis zu 690.000 fehlenden Kräften.

SSM
Geschrieben von

Susanne Schmidt-Dizdarevic. Prokuristin der echt Personal GmbH, verantwortlich für Personal. Gelernte Hotelfachfrau, seit 2009 in der Personaldienstleistung. Schließt jede Woche kurzfristige Arbeitsverträge mit Studenten und Schülern ab.

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Quellen

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