Medizin studierst du nur an Universitäten. Das Studium dauert sechs Jahre und drei Monate. Am Ende steht ein Staatsexamen, also eine staatliche Prüfung. Die Plätze vergibt hochschulstart.de nach drei Quoten. 30 Prozent gehen nach der Abiturnote. 10 Prozent gehen nach Tests und Ausbildung. 60 Prozent vergeben die Hochschulen in einem eigenen Auswahlverfahren. Dort zählt der Test für medizinische Studiengänge (TMS) oft mehr als das Abi. Zum Wintersemester 2025/26 gab es 10.281 Plätze für 31.543 Bewerber. Vor dem Physikum, der ersten großen Prüfung, brauchst du 90 Tage Krankenpflegedienst. Als Assistenzarzt verdienst du ab 5.722 Euro brutto im Monat.
Statistisches Bundesamt (Bewerber, 13.08.2026), hochschulstart.de über studimed und future-doctor (Plätze, NC-Grenzen, Stand Oktober 2025 bis August 2026), Bundesärztekammer (Ärztestatistik 31.12.2025), Marburger Bund und praktischArzt (Tarife 2026), tms-info.org (TMS, TMSnat), Landesprüfungsämter (Praktika). Alle Links stehen unten. Stand 14.09.2026.
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klassischer aufbauErst zwei Jahre Vorklinik, dann das Physikum, dann die Klinik. Die Regelstudienzeit liegt bei sechs Jahren und drei Monaten.
modellstudiengangKein klassisches Physikum. Vorklinik und Klinik sind von Anfang an gemischt. Die Regelstudienzeit liegt bei 13 Semestern.
Modellstudiengänge gibt es zum Beispiel an der Charité Berlin, am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), in Augsburg und in Bielefeld. Die Regelstudienzeit ist die Zeit, in der du das Studium laut Plan schaffen sollst. Ein Semester ist ein Studienhalbjahr.
Alle staatlichen Plätze laufen über hochschulstart.de. Das ist ein gemeinsames Verfahren für alle Unis. Fürs Wintersemester gilt:
Verteilt wird nach drei Quoten. Eine Quote ist ein fester Anteil der Plätze. In der Tabelle tauchen zwei Tests auf. Der TMS ist der Test für medizinische Studiengänge. Der HAM-Nat ist der Naturwissenschaftstest im Hamburger Auswahlverfahren für medizinische Studiengänge (HAM). Die Note, mit der man gerade noch reinkommt, nennt man NC (Numerus clausus).
| Quote | Anteil | Was zählt |
|---|---|---|
| Abiturbestenquote | 30 % | nur die Abiturnote, im Vergleich innerhalb deines Bundeslandes. Grenze zum Wintersemester 2025/26 je nach Land 1,0 bis 1,3 |
| Zusätzliche Eignungsquote | 10 % | ohne Abinote: TMS, HAM-Nat, Berufsausbildung, Auswahlgespräch. Die Gewichtung ist je nach Uni anders |
| Auswahlverfahren der Hochschulen | 60 % | Abinote plus mindestens ein weiteres Kriterium, meist der TMS. An sieben Unis zählt in der Eignungsquote nur der TMS |
Wartesemester gibt es seit 2020 nicht mehr. Kommst du nicht sofort rein, verbesserst du deine Chancen über den Test:
Zum Wintersemester 2025/26 haben sich 31.543 Menschen auf 10.281 Plätze beworben. Das sind gut drei pro Platz. Nach der ersten Runde wurden noch 1.483 Plätze im Nachrückverfahren vergeben. Nachrücken heißt: Du bekommst einen Platz, den jemand anders nicht genommen hat. Es lohnt sich also, drinzubleiben.
Landarztquote: Elf Bundesländer reservieren Plätze für Leute, die sich verpflichten. Sie arbeiten nach der Facharztausbildung zehn Jahre als Hausarzt in einer unterversorgten Region. Das ist eine Gegend, in der Ärzte fehlen.
Ausland: Österreich vergibt 1.950 Plätze über den Aufnahmetest MedAT. Die Anmeldung ist im März, der Test Anfang Juli. Er kostet 110 Euro. Aber mindestens drei Viertel der Plätze gehen an Bewerber mit österreichischem Abitur.
Ungarn und Polen nehmen dich gegen Studiengebühren. An der Semmelweis-Universität Budapest sind es 16.750 bis 18.680 Euro im Jahr. An polnischen Unis sind es 5.000 bis 13.350 Euro. Dazu kommen die Kosten fürs Leben.
Bundeswehr: Hier gibt es rund 250 Plätze im Jahr.
Private Wege: Dort starten insgesamt etwa 1.500 Anfänger im Jahr. Du zahlst selbst. Und nicht überall endet das Studium mit dem deutschen Staatsexamen. Das ist die staatliche Abschlussprüfung, die du sonst für die Approbation brauchst, also die Zulassung als Ärztin oder Arzt.
| Anbieter | Kosten | Abschluss |
|---|---|---|
| Medical School Hamburg (MSH) | rund 1.500 € im Monat, im Praktischen Jahr 300 € im Monat | Staatsexamen |
| Kassel School of Medicine | 19.500 € im Jahr | Bachelor of Medicine (BM) der University of Southampton in England |
| Universitätsmedizin Neumarkt am Mieresch Campus Hamburg (UMCH) | 14.900 € im Semester, dazu einmalig 4.500 € Einschreibung | Keine deutsche Privathochschule, sondern ein Ableger einer staatlichen Uni in Rumänien. Abschluss mit einer Prüfung der Uni statt Staatsexamen, laut UMCH in der EU anerkannt |
Die Famulatur ist ein Praktikum im Medizinstudium. Nach dem Physikum machst du vier Monate Famulatur in den Semesterferien:
Das Praktische Jahr am Ende wird an vielen Kliniken bezahlt. Mehr als der BAföG-Höchstsatz von 992 Euro im Monat ist dabei aber nicht drin. BAföG ist Geld vom Staat fürs Studium.
Studiengebühren gibt es an staatlichen Unis nicht. Der Semesterbeitrag liegt meist zwischen 150 und 350 Euro. In Hamburg sind es zum Wintersemester 2026/27 402 Euro. Davon gehen 227 Euro ans Deutschlandticket.
Ein Nebenjob passt in die Semesterferien, wenn keine Famulatur ansteht. In die Vorlesungszeit passt er weniger. Wie du das finanzierst, steht auf der Seite Studium finanzieren.
Nach dem Studium bist du Assistenzärztin oder Assistenzarzt, also in der Facharztausbildung. Die dauert je nach Fach fünf bis sechs Jahre. So viel verdienst du, brutto im Monat:
| Wo | brutto im Monat |
|---|---|
| kommunales Krankenhaus, im ersten Jahr | 5.722 € |
| kommunales Krankenhaus, im fünften Jahr | 7.158 € |
| Uniklinik, zum Start | 5.793 € |
| Uniklinik, als Facharzt | 7.646 € |
Kommunal heißt: Das Krankenhaus gehört einer Stadt oder einem Kreis. Dort gelten die Beträge seit Juni 2026. Sie stehen im Tarif TV-Ärzte/VKA. Das ist der Tarifvertrag (TV) für Ärztinnen und Ärzte an kommunalen Krankenhäusern. VKA steht für Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA). Dazu kommt Geld für Bereitschaftsdienste. Dann bist du im Krankenhaus und arbeitest, wenn du gebraucht wirst.
Niedergelassen heißt: Du hast eine eigene Praxis. Niedergelassene Praxen erwirtschafteten 2024 im Schnitt 338.000 Euro Reinertrag. Das ist, was nach den Kosten der Praxis übrig bleibt. Davon gehen aber noch Steuern und Vorsorge ab. Und oft teilen sich mehrere Inhaber den Betrag.
Nach heutigem Stand ist das einer der sichersten Berufe überhaupt. Keine der neun Kerntätigkeiten ist automatisierbar. Die Zahl der Beschäftigten wächst dreimal so schnell wie im Schnitt aller Berufe. Und die Bundesagentur für Arbeit führt Ärzte 2025 als Engpassberuf, also als Beruf, in dem Fachkräfte fehlen. Was sich ändert, sind die Werkzeuge: Diagnose mit KI, elektronische Patientenakte, Telemedizin und Operationen mit Augmented Reality.
Schätzungen, keine Prognose. „Heute automatisierbar“ ist das Substituierbarkeitspotenzial im Job-Futuromat des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Stand Futuromat 2026, Tätigkeitsbasis IAB-Neuberechnung 2022. Gemeint ist der Anteil der Kerntätigkeiten, die eine heute verfügbare Technik übernehmen könnte, nicht, ob sie es tut. Beschäftigte (168.839 Ende 2024, alle Berufe im Schnitt +18,6 %) und Median-Entgelt aus der Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stand 31.12.2024. Engpassberuf nach der Fachkräfteengpassanalyse 2025. Selbst nachschauen: job-futuromat.iab.de.
Kaum ein Beruf ist so sicher vor Automatisierung und gleichzeitig so knapp. Die Zahlen dazu:
KI verändert die Arbeit, sie ersetzt sie nicht. Programme übernehmen zunehmend die Bildauswertung in Radiologie und Pathologie. Auch Dokumentation und Diktate machen sie immer öfter. Die Entscheidung, die Untersuchung und das Gespräch bleiben beim Arzt. Der Job-Futuromat des IAB kommt für Ärzte auf null Prozent automatisierbare Kerntätigkeiten. Das siehst du oben im Zukunfts-Check.
Nach heutigem Stand einer der sichersten Berufe. Ärzte werden dringend gesucht. Und schon der Einstieg ist gut bezahlt.
Der Weg rein ist hart, mit gut drei Bewerbern pro Platz. Das Studium dauert über sechs Jahre, mit viel Pflichtpräsenz. Danach kommen noch fünf bis sechs Jahre Facharztausbildung.
Es gibt rund 39 staatliche medizinische Fakultäten, dazu wenige private. Eine Fakultät ist ein großer Fachbereich einer Uni.
So viele Plätze gab es zum Wintersemester 2025/26:
| Uni | Plätze | Hinweis |
|---|---|---|
| Goethe-Universität Frankfurt | 383 | nur zum Winter |
| Charité Berlin | 318 im Winter plus 317 im Sommer | also rund 635 im Jahr |
| Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf | 364 | nur zum Winter, Modellstudiengang |
Elf Unis nehmen auch zum Sommersemester auf. Zusammen haben sie dann 1.799 Plätze. Unsere Hochschulakten mit Campus, Bahn und Wohnheim folgen. Wir fangen mit Frankfurt an.
Etwa zwei Drittel der Medizinstudenten sind Frauen. Die Abbruchquote liegt bei 8 bis 10 Prozent. Das ist weit unter dem Schnitt aller Uni-Bachelor von 32 Prozent. Wer den Platz hat, zieht also meist durch.
Schwierig ist der Weg davor. Viele kommen erst im zweiten oder dritten Anlauf rein. Zum Beispiel so:
Bist du so einen Weg gegangen? Dann erzähl ihn uns. Fünf Sätze reichen, wir schreiben den Bericht mit dir zusammen. Auf Instagram oder per Mail.
In der Abiturbestenquote lag die Grenze zum Wintersemester 2025/26 je nach Bundesland zwischen 1,0 und 1,3. Das betrifft aber nur 30 Prozent der Plätze. Über den TMS kommen auch Leute mit 1,8 oder 2,2 rein. In der Eignungsquote wird sogar gar nicht auf die Note geschaut.
Nein, seit 2020 nicht mehr. Wer wartet, verbessert nichts. Was hilft: der TMS oder ab 2027 der TMSnat, eine Ausbildung im Gesundheitsbereich oder eine Bewerbung über Landarztquote, Bundeswehr oder Ausland.
Nein. Die 90 Tage müssen erst fertig sein, wenn du dich nach dem zweiten Jahr zum Physikum anmeldest. Du kannst sie in bis zu drei Abschnitte teilen. Viele machen einen Teil vor dem Start und den Rest in den Semesterferien.
In den Semesterferien ja, wenn keine Famulatur und kein Pflegedienst ansteht. In der Vorlesungszeit musst du sehr oft anwesend sein. Ein kurzfristiger Job in den Ferien passt deshalb besser als ein Minijob übers ganze Jahr.
Als Assistenzarzt an einem kommunalen Krankenhaus sind es 5.722 Euro brutto im Monat (TV-Ärzte/VKA, Stand Juni 2026). An Unikliniken sind es 5.793 Euro. Dazu kommen Zuschläge für Bereitschaftsdienste.
Der neue gemeinsame Eignungstest für Human-, Zahn- und Tiermedizin. Er ersetzt ab 2027 den TMS und den HAM-Nat. Der erste Termin ist am 8. und 9. Mai 2027, danach gibt es zwei Termine im Jahr. Die Gebühr beträgt 100 Euro.
Susanne Schmidt-Dizdarevic. Prokuristin der echt Personal GmbH, verantwortlich für Personal. Gelernte Hotelfachfrau, seit 2009 in der Personaldienstleistung. Schließt jede Woche kurzfristige Arbeitsverträge mit Studenten und Schülern ab.
Erster, zweiter oder dritter Anlauf? Und über welchen Weg bist du reingekommen? Schreib es unter den Beitrag auf Instagram, dann haben alle etwas davon: @echt.foryou.
Du studierst und suchst einen Nebenjob, der in die Semesterferien passt? Das ist unser Hauptgeschäft: dein Nebenjob bei echt Personal in Frankfurt, Berlin, Hamburg, Mainz und Wiesbaden.
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