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medieninformatik
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medieninformatik studieren

Technik oder Gestaltung? Das entscheidest du vor der Bewerbung, nicht im dritten Semester.

Stand 22.09.2026 · Autorin SSM · auch als Karussell auf Instagram

Kurz gesagt

Medieninformatik ist Informatik mit Schwerpunkt Medien. Das Kernfach bleibt Programmieren. Dazu kommen Mensch-Computer-Interaktion, Computergrafik und Mediengestaltung. 15.757 Menschen studieren das Fach. 39,2 Prozent davon sind Frauen, deutlich mehr als in der reinen Informatik mit 20,8 Prozent. Im Beruf liegt das mittlere Gehalt bei 5.072 Euro brutto im Monat. Der andere Weg heißt Mediendesign. Da ist Gestaltung das Kernfach. Du kommst über eine Mappe rein, nicht über die Abiturnote. Das mittlere Gehalt liegt bei 3.914 Euro. Ehrlich gesagt gehört auch das dazu: 2025 waren im Schnitt 54.000 Fachkräfte der Informationstechnik (IT) arbeitslos gemeldet. Das sind 27 Prozent mehr als im Vorjahr. Und Softwareentwicklung gilt nicht mehr als Engpassberuf.

Stand & Quelle

Studierende und Anfänger: Statistisches Bundesamt, Datenbank GENESIS (GENESIS-Online, Tabellen 21311-0003 und 21311-0012, Wintersemester 2025/26, abgerufen 21.09.2026). Gehälter: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit (Datenstand 2025). Arbeitsmarkt für Berufe der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT): „Arbeitsmarkt kompakt: Der Arbeitsmarkt für IKT-Berufe“ (Juni 2026, Datenjahr 2025) und Fachkräfteengpassanalyse 2025. KI-Zahlen: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Zulassung, Praktika und Beiträge: die Hochschulen selbst. Alle Links stehen unten. Stand 22.09.2026.

Studierende
15.757
Neu im Wintersemester 25/26
2.055
Frauenanteil
39,2 %
Mittleres Gehalt (Median)
5.072 €
IT-Arbeitslose
+27 %

was du machst

Ein Name, zwei Wege

Der Unterschied ist größer, als er klingt. Hier die beiden Wege im Vergleich:

medien­informatik

Ein Informatikstudiengang. Kernfach ist Programmieren. Dazu kommen Algorithmen, also genaue Lösungswege für den Computer, und Softwareentwicklung. Ergänzt wird das um Mensch-Computer-Interaktion, Computergrafik und Medienanalyse. Der Abschluss ist meist ein Bachelor of Science.

medien­design und kommunikations­design

Designstudiengänge. Kernfach ist Gestaltung: Konzeption, visuelle Kommunikation, Typografie (Gestaltung mit Schrift), oft auch interaktive Medien. Du programmierst deutlich weniger. Der Abschluss ist meist ein Bachelor of Arts. Du kommst über eine Mappe rein, nicht über den NC.

Mensch-Computer-Interaktion heißt: Wie bedienen Menschen Computer und Apps, und wie macht man das leichter? Eine Mappe ist eine Sammlung deiner eigenen Arbeiten. NC steht für Numerus clausus. Gemeint ist meist die Abiturnote, mit der zuletzt noch jemand einen Platz bekommen hat.

Du kannst dich nicht entscheiden?

Dann hilft eine einfache Frage: Willst du das Ding bauen? Oder willst du entscheiden, wie es aussieht und sich anfühlt? Beides lernst du in beiden Studiengängen ein bisschen. Aber die Schwerpunkte sind klar verteilt.

Wer das studiert

FachStudierendeFrauenanteil
Medieninformatik15.75739,2 %
Grafikdesign und Kommunikationsgestaltung26.30868,9 %
Informatik157.73620,8 %

In Medieninformatik sind 15.757 Menschen eingeschrieben, 39,2 Prozent davon Frauen. In Grafikdesign und Kommunikationsgestaltung sind es 26.308, mit einem Frauenanteil von 68,9 Prozent. Zum Vergleich die reine Informatik: 157.736 Studierende, 20,8 Prozent Frauen. Medieninformatik liegt also genau dazwischen, auch beim Anteil der Frauen.

Wie lange es dauert

Die Regelstudienzeit ist die Zeit, in der du das Studium laut Plan schaffen sollst. Sie ist je nach Art der Hochschule unterschiedlich. An der Technischen Hochschule (TH) Nürnberg dauert der Bachelor Medieninformatik sieben Semester. Ein Semester ist ein Studienhalbjahr. Der Grund: Ein Praxissemester ist dort fest eingeplant.

wie du reinkommst

Medieninformatik: meist der NC

Für Medieninformatik entscheidet meist der NC. Und der schwankt zwischen den Hochschulen stark. An großen Universitäten kann er sehr streng sein. An mehreren Fachhochschulen ist das Fach zulassungsfrei, also ohne NC. Konkrete Werte nennen wir hier nicht. Sie ändern sich jedes Semester. Verbindlich stehen sie erst nach dem Vergabeverfahren fest. Schau direkt bei deiner Wunschhochschule nach, kurz bevor du dich bewirbst.

Mediendesign: die Mappe zählt

Ein Beispiel ist die Hochschule Mainz. Für den Bachelor Kommunikationsdesign gilt dort:

  • Du reichst 15 bis 20 Arbeiten ein.
  • Alles steckt in einer einzigen Datei im Portable Document Format (PDF), höchstens 25 Megabyte (MB) groß.
  • Erlaubt ist fast alles: Zeichnung, Malerei, Mixed Media, Fotografie, Film, Animation, digitale und codebasierte Arbeiten.
  • Eine Serie zählt als eine Arbeit.
  • Bilder aus KI-Generatoren und fremde Quellen musst du kennzeichnen. Das gilt auch für Gruppen- und Praktikumsarbeiten.
  • Eine Kommission bewertet die Mappe. Vorher gibt es eine kostenlose Mappenberatung.

Achtung, frühe Fristen

Hier stolpern die meisten. In Mainz zum Beispiel sind die Fristen der 1. Mai und der 1. November, nicht der 15. Juli. Ob das bei deiner Wunschhochschule genauso ist, prüfst du dort selbst. Denn Designfristen laufen oft nach eigenen Regeln. Wer sich erst im Sommer nach dem Abi um einen Studienplatz kümmert, hat die Mappenfrist schon verpasst. Eine Mappe baut man sowieso nicht in drei Wochen.

HochschuleWie der Zugang läuftQuelle
TH Nürnberg, Medieninformatik, Bachelor of Sciencesieben Semester, NC vorhanden, Pflicht-Praxissemester im fünften Semesterth-nuernberg.de
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin, Internationale MedieninformatikPflicht-Auslandspraktikum im vierten Semester, mindestens 16 Wochen im Betriebimi-bachelor.htw-berlin.de
Hochschule Mainz, Kommunikationsdesign, Bachelor of ArtsMappe mit 15 bis 20 Arbeiten als eine PDF, höchstens 25 MB. Fristen 1. Mai und 1. Novemberhs-mainz.de

praktikum vorher

Ein Vorpraktikum vor dem Studium verlangt keine der Hochschulen, die wir geprüft haben. Das gilt für Medieninformatik und für Mediendesign. Manche Ingenieurstudiengänge sind da anders. Dort sind mehrere Wochen Praktikum in einer Werkstatt Pflicht. Einzelne Fachhochschulen können es anders regeln. Das prüfst du im Einzelfall.

Praxis im Studium

Praxis steckt dafür im Studium selbst, und zwar verbindlich:

  • An der TH Nürnberg ist ein Praxissemester im fünften Semester Pflicht. Deshalb dauert der Bachelor dort sieben statt sechs Semester.
  • An der HTW Berlin verlangt der internationale Studiengang ein Auslandspraktikum im vierten Semester. Du bist dann mindestens 16 Wochen im Betrieb.

Für Mediendesign: früh anfangen

Für Mediendesign brauchst du trotzdem vorher Arbeiten. Nicht als Praktikum, sondern als Mappe. Wer erst im Bewerbungsjahr anfängt zu zeichnen, zu fotografieren oder zu gestalten, hat zu wenig zu zeigen. Fang früher an. Und heb alles auf, auch das, was du heute schlecht findest.

kosten und zeit

staatliche hochschule

Im Erststudium, also deinem ersten Studium, zahlst du in der Regel keine Studiengebühren. Du zahlst nur den Semesterbeitrag.

private hochschule

Hier sieht es anders aus. Die Hochschule Macromedia nennt für ihre Bachelor-Studiengänge aktuell „ab 779 Euro im Monat“. Über drei Studienjahre bist du damit im fünfstelligen Bereich.

Was im Semesterbeitrag steckt

An der HTW Berlin sind es für das Wintersemester 2026/27 genau 375,30 Euro. Das steckt drin:

  • 50 Euro Verwaltungsgebühr.
  • 12,50 Euro für die Studierendenschaft.
  • 85 Euro fürs Studierendenwerk.
  • 226,80 Euro Semesterticket.
  • 1 Euro Sozialfonds.

Meldest du dich zu spät zurück, zahlst du 19,94 Euro Säumnisgebühr obendrauf. Zurückmelden heißt: Du sagst der Hochschule, dass du im nächsten Semester weiterstudierst.

Private Hochschule: genau nachfragen

Macromedia schlüsselt den Preis „ab 779 Euro im Monat“ nicht nach Standort und Fach auf. Du überlegst, an eine private Hochschule zu gehen? Dann lass dir die vollständige Gebührenübersicht schriftlich geben. Dazu gehören auch die Anmeldegebühr und eine mögliche Technikpauschale. Nicht nur der Ab-Preis.

BAföG

BAföG ist Geld vom Staat fürs Studium. Der Name kommt vom Bundesausbildungsförderungsgesetz. Wie viel du bekommst, hängt nicht am Fach. Wohnst du nicht bei deinen Eltern, liegt der Bedarf bei 855 Euro. Dazu kommen 137 Euro Zuschlag für die Kranken- und Pflegeversicherung. Zusammen ergibt das den Höchstsatz von 992 Euro. Das gilt für neue Bewilligungszeiträume seit dem 1. August 2024. Ein Bewilligungszeitraum ist die Zeit, für die dir das Amt BAföG zusagt. Die Regeln stehen in § 12 und § 13 Bundesausbildungsförderungsgesetz.

gehalt und beruf

Was du verdienst

Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit zeigt, was Beschäftigte in einem Beruf verdienen. Für Medieninformatikerinnen und Medieninformatiker nennt er 5.072 Euro brutto im Monat als Median. Brutto heißt: vor Abzug von Steuern und Sozialabgaben. Median heißt: Die Hälfte verdient mehr, die Hälfte weniger. Die Zahl gilt bei Vollzeit und für das Anforderungsniveau „hoch komplex“, Datenstand 2025.

Ein Viertel liegt unter 4.051 Euro, ein Viertel über 6.307 Euro. Eigene Werte nach Ländern oder Geschlecht weist der Entgeltatlas für diesen Beruf nicht aus.

Im Design sieht es anders aus. Gemeint ist Grafik-, Kommunikations- und Fotodesign, ebenfalls auf dem Anforderungsniveau „hoch komplex“.

brutto im MonatMedieninformatikDesign
Median5.072 €3.914 €
unteres Viertel4.051 €3.195 €
oberes Viertel6.307 €5.064 €
Frauennicht ausgewiesen3.625 €
Männernicht ausgewiesen4.274 €

Im Design gibt es auch Werte für Städte. In München liegt der Median bei 4.619 Euro, in Berlin bei 4.234, in Hamburg bei 4.132 und in Köln bei 3.945.

Zwischen beiden Wegen liegen also gut 1.100 Euro im Monat. Und das bei ähnlich langer Studiendauer. Das ist keine Wertung. Aber diese Zahl solltest du vor der Entscheidung kennen.

Der IT-Arbeitsmarkt hat sich verändert

Und zwar spürbar. Die wichtigsten Zahlen für 2025:

  • Im Schnitt waren 54.000 IT-Fachkräfte arbeitslos gemeldet. Das ist ein Anstieg um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
  • Die Arbeitslosenquote in dieser Berufsgruppe lag bei 4,5 Prozent.
  • Gleichzeitig sank die Zahl neu gemeldeter Stellen um 11 Prozent, auf 39.000 im Jahr.
  • Engpassberufe gab es nur noch in zwei IT-Bereichen: Informatik ohne Spezialisierung und technische Informatik auf Spezialistenniveau. Ein Engpassberuf ist ein Beruf, in dem Fachkräfte fehlen.
  • In der Softwareentwicklung gab es früher große Engpässe. Die sind laut Bericht deutlich zurückgegangen.

Heißt das, Medieninformatik ist eine schlechte Wahl? Nein. Die Gehälter sind weiter hoch. Informatik ohne Spezialisierung bleibt ein Engpassberuf. Aber der Einstieg ist 2025 und 2026 schwieriger als vor ein paar Jahren. Und der Satz „Informatik studieren und der Job kommt von allein“ stimmt nicht mehr.

zukunft im ki-zeitalter

wandel nötigBeruf: Medieninformatiker/in, Mediendesigner/in
median technik
5.072 €
median design
3.914 €
ki in der branche
59 %
it-arbeitslose
+27 %

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ist das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit. Es nennt Medieninformatik ausdrücklich als Beruf, bei dem der Anteil automatisierbarer Aufgaben rechnerisch am stärksten gestiegen ist. Gleichzeitig wächst die IT-Arbeitslosigkeit. Steigst du hier ein, rechne damit, dass sich das Berufsbild verschiebt.

Schätzungen, keine Prognose. Gehälter: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Berufe in der Medieninformatik (58754) und Grafik-, Kommunikations- und Fotodesign (59265), jeweils Anforderungsniveau hoch komplex, Datenstand 2025, abgerufen 21.09.2026. KI-Nutzung in der Branche Information und Kommunikation: IAB-Betriebspanel 2025 (Erhebung Juli bis November 2025), veröffentlicht 05.05.2026. Anstieg der IT-Arbeitslosigkeit: Bundesagentur für Arbeit, „Arbeitsmarkt kompakt: IKT-Berufe“, Juni 2026, Datenjahr 2025.

Hier die lange Fassung, weil sie bei diesem Fach besonders wichtig ist.

Das IAB berechnet ein Substituierbarkeitspotenzial. Das ist der Anteil der Tätigkeiten eines Berufs, die technisch automatisierbar wären. Dazu gibt es den Kurzbericht 5/2024. Dort steht: Dieser Wert ist bei IT- und naturwissenschaftlichen Expertenberufen am stärksten gestiegen. Medieninformatik wird dort namentlich genannt, neben der Softwareentwicklung. Der Anstieg liegt bei etwa 30 Prozentpunkten. Prozentpunkte sind der Abstand zwischen zwei Prozentwerten.

Wichtig: Das ist eine Rechnung, was machbar wäre. Ein gemessener Abbau von Stellen ist es nicht. Und der Unterschied ist entscheidend. Was technisch ginge, sagt noch nichts darüber, was Betriebe tatsächlich tun.

Was sich messen lässt, betrifft generative KI. Das ist KI, die selbst Texte, Bilder oder Code erzeugt:

  • Knapp 25 Prozent aller Betriebe in Deutschland nutzten 2025 generative KI. 2023 waren es 5 Prozent.
  • In der Branche Information und Kommunikation sind es 59 Prozent. Das ist der höchste Wert aller Branchen.
  • Nur 27 Prozent der Betriebe, die sie nutzen, schulen ihre Leute dafür.

Für Design fehlt eine vergleichbare Zahl komplett. Wie stark Bildgeneratoren die Nachfrage nach Gestaltung verändern, weiß niemand belastbar.

Unsere Einordnung, klar als solche: Die Lage ist unübersichtlicher als noch vor ein paar Jahren. Weder Entwarnung noch Alarm lassen sich aus den Quellen herauslesen. Wähl das Fach, weil es dich interessiert. Nicht, weil es ein sicherer Weg zu einem sicheren Job wäre.

dafür

Die Gehälter sind weiter hoch. Informatik ohne Spezialisierung bleibt ein Engpassberuf. Und du verbindest Technik mit Medien.

dagegen

Der Einstieg ist schwieriger als vor ein paar Jahren. Die IT-Arbeitslosigkeit wächst. Und der rechnerische Anteil automatisierbarer Aufgaben ist hier besonders stark gestiegen.

wo du studieren kannst

Eine Rangliste machen wir nicht. Hier stehen nur Hochschulen, deren Angebot belegt ist. Oben steht die technische Richtung, unten die gestalterische.

HochschuleRichtungStudiengangsseite
Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) MünchenMedieninformatik, Bachelor als Hauptfachlmu.de
Technische Universität (TU) BerlinBachelor of Science Medieninformatiktu.berlin
Freie Universität BerlinMedieninformatik, grundständig (also als erstes Studium)fu-berlin.de
Universität StuttgartBachelor Medieninformatikuni-stuttgart.de
TH NürnbergBachelor of Science mit Praxissemester, sieben Semesterth-nuernberg.de
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) LeipzigBachelor Medieninformatikhtwk-leipzig.de
HTW BerlinInternationale Medieninformatik mit Pflicht-Auslandspraktikumimi-bachelor.htw-berlin.de
Hochschule MainzKommunikationsdesign, Zugang über Mappehs-mainz.de
Hochschule MannheimBachelor of Arts Kommunikationsdesigngestaltung.hs-mannheim.de
Hochschule TrierKommunikationsdesign im Fachbereich Gestaltunghochschule-trier.de

was andere erlebt haben

Erfundene Zitate gibt es hier nicht. Dafür das, was in den Zahlen steht: Medieninformatik hat mit 39,2 Prozent fast doppelt so viele Frauen wie die reine Informatik mit 20,8 Prozent. Und die Mappe sortiert anders vor als der NC. Im Kommunikationsdesign liegt der Frauenanteil bei 68,9 Prozent.

Eine eigene Abbruchquote für Medieninformatik gibt es in den amtlichen Statistiken nicht. Es gibt nur Werte für die ganze Fächergruppe. Wir schreiben hier lieber nichts, als eine Zahl zu nehmen, die nicht passt.

Du studierst Medieninformatik oder Design? Du sitzt gerade an einer Mappe oder hast den Studiengang gewechselt? Dann schreib uns. Wir bauen die Erfahrungen hier ein, mit Vornamen oder anonym.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Medieninformatik und Mediendesign?

Medieninformatik ist ein Informatikstudiengang. Kernfach ist Programmieren, dazu kommen Mensch-Computer-Interaktion und Computergrafik. Der Abschluss ist meist ein Bachelor of Science. Mediendesign und Kommunikationsdesign sind Designstudiengänge. Kernfach ist Gestaltung, mit deutlich weniger Code. Der Abschluss ist meist ein Bachelor of Arts, der Zugang läuft über eine Mappe statt über den NC. Beim Gehalt liegen gut 1.100 Euro im Monat dazwischen.

Brauche ich für Mediendesign eine Mappe?

An den meisten Design-Hochschulen ja. Die Hochschule Mainz verlangt für Kommunikationsdesign 15 bis 20 Arbeiten in einer PDF-Datei mit höchstens 25 MB. Serien zählen als eine Arbeit. KI-generierte Bilder und fremde Quellen musst du kennzeichnen. Achte auf die Fristen: In Mainz sind es der 1. Mai und der 1. November. Das ist deutlich früher als die üblichen Bewerbungsschlüsse.

Brauche ich für Medieninformatik viel Mathe?

Ein Mathe-Leistungskurs ist keine Voraussetzung. Aber Mathematik spielt in den ersten Semestern eine große Rolle. Die Universität Hamburg sagt es für ihr Informatikstudium so: Es hilft, wenn du schon mit mathematischem Denken in Berührung gekommen bist. Und den hohen Mathe-Anteil kann man mit einiger Disziplin schaffen. Entscheidend ist deine Einstellung zur Mathematik, nicht dein Vorwissen.

Was verdient man in Medieninformatik?

Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit nennt 5.072 Euro brutto im Monat als Median bei Vollzeit, Datenstand 2025. Ein Viertel liegt unter 4.051 Euro, ein Viertel über 6.307 Euro. Für Grafik-, Kommunikations- und Fotodesign liegt der Median bei 3.914 Euro.

Lohnt sich ein IT-Studium überhaupt noch, wo alle über KI reden?

Die Gehälter sind weiter hoch, aber der Einstieg ist schwieriger geworden. 2025 waren im Schnitt 54.000 IT-Fachkräfte arbeitslos gemeldet, 27 Prozent mehr als im Vorjahr. Neu gemeldete Stellen gingen um 11 Prozent zurück. Engpassberufe sind nur noch Informatik ohne Spezialisierung und technische Informatik auf Spezialistenniveau. Softwareentwicklung gehört nicht mehr dazu. Außerdem nennt das IAB Medieninformatik als einen der Berufe, bei denen der Anteil automatisierbarer Aufgaben rechnerisch am stärksten gestiegen ist. Eine klare Entwarnung gibt es nicht. Eine klare Warnung aber auch nicht.

SSM
Geschrieben von

Susanne Schmidt-Dizdarevic. Prokuristin der echt Personal GmbH, verantwortlich für Personal. Gelernte Hotelfachfrau, seit 2009 in der Personaldienstleistung. Schließt jede Woche kurzfristige Arbeitsverträge mit Studenten und Schülern ab.

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Quellen

@echt.foryou