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duales studium bei der polizei

Studieren, ab dem ersten Tag Geld bekommen, danach Kommissarin oder Kommissar. Hier steht, wie das geht und was in deinem Bundesland gilt.

Stand 24.09.2026 · Autorin SSM · auch als Karussell auf Instagram

Kurz gesagt

Du willst zur Polizei? Dann bewirbst du dich bei der Bundespolizei oder bei der Polizei eines Bundeslandes. Jede hat ihre eigenen Regeln. Mit Abitur oder Fachabitur studierst du meist drei Jahre. Mit mittlerem Schulabschluss geht in zehn Ländern und beim Bund auch eine Ausbildung. Geld gibt es ab dem ersten Tag: Beim Bund sind es im Studium 1.744,22 Euro brutto im Monat. Und die Mindestgröße? Die reicht von „keine“ bis 1,63 Meter, je nach Land.

Stand & Quelle

Besoldungsgesetze von Bund, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Hessen, die Karriereseiten von Bund und Ländern, Job-Futuromat des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Zahlen geprüft am 23.09.2026, Länderübersicht am 24.09.2026. Alle Links stehen unten.

Geld im Studium, Bund
1.744,22 €
Studium beim Bund
3 Jahre
Zulage nach 2 Jahren
228 €
Mindestgröße Berlin
keine
Mindestgröße Nordrhein-Westfalen
1,63 m

was du machst

Bund oder Land?

In Deutschland gibt es nicht die eine Polizei. Es gibt die Bundespolizei. Und es gibt 16 Landespolizeien, eine für jedes Bundesland. Du bewirbst dich immer bei einer davon.

bundes­polizei

Arbeitet für ganz Deutschland. Sie ist unter anderem zuständig für Bahnhöfe und Bahnstrecken, für Flughäfen und für die Grenzen.

landes­polizei

Die Polizei, die du im Alltag siehst: Streifenwagen, Einsätze nach einem Notruf, die Kriminalpolizei (Kripo). Jedes Bundesland hat seine eigene.

Wichtig: Bund und Länder haben eigene Regeln. Auswahltest, Größe, Alter und Geld sind überall etwas anders. Deshalb gibt es auf dieser Seite viele Tabellen. Schau immer in die Zeile für dein Land.

Ausbildung oder Studium?

Bei der Polizei gibt es zwei Einstiege. Die Polizei nennt sie „Dienst“ oder „Laufbahn“.

mittlerer dienst

Du machst eine Ausbildung, meist zweieinhalb Jahre. Danach bist du Polizeimeisterin oder Polizeimeister. Dafür reicht in der Regel der mittlere Schulabschluss.

gehobener dienst

Du studierst dual, meist drei Jahre. Danach bist du Kommissarin oder Kommissar. Dafür brauchst du meist Abitur oder Fachabitur.

Nicht jedes Land hat beide Wege. Sechs Länder nennen auf ihrer Karriereseite nur das Studium. Welche das sind, steht unten in der Tabelle bei „wo du studieren kannst“.

Auch die Namen sind nicht überall gleich. Manche Länder sagen statt „mittlerer Dienst“ zum Beispiel „Laufbahngruppe 1.2“ (Sachsen) oder „LA1“, kurz für Laufbahnabschnitt 1 (Hamburg). Gemeint ist dasselbe.

Was du später machst

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gehört zur Bundesagentur für Arbeit. Es nennt diese Kernaufgaben für Kommissarinnen und Kommissare:

  • Gefahren abwehren
  • ermitteln, Straftaten verfolgen, Kriminalität bekämpfen
  • Polizeirecht und Strafrecht anwenden
  • Einsätze planen
  • Fälle am Schreibtisch bearbeiten
  • Einsätze taktisch durchführen (Einsatztaktik)
  • Kriminologie, also die Lehre von Verbrechen und ihren Ursachen

Im Studium wechselst du zwischen Hochschule und Praxis. Du lernst also nicht nur im Hörsaal. Du bist auch in Praktika bei der Polizei im Dienst.

wie du reinkommst

Du bewirbst dich bei der Polizei, nicht bei einer Hochschule. Die Polizei sucht aus und stellt dich ein. Dann studierst du an der Hochschule, mit der sie zusammenarbeitet.

Überall wird geprüft: Bist du fit im Kopf? Bist du fit im Körper? Hast du keine Vorstrafen? Wie das genau abläuft, ist unterschiedlich. Fünf Polizeien als Beispiel:

WoWas dich erwartet
Bund, AusbildungDiktat, Sporttest, Gespräch, Arzt
Bund, StudiumTest (Intelligenz, Deutsch, kurzer Aufsatz), Sporttest, Assessment-Center, Arzt
Nordrhein-WestfalenPC-Test, Assessment-Center, Arzt. Kein Sporttest: Sportabzeichen und Schwimmnachweis reichst du selbst ein
BayernSprachtest, Grundfähigkeitstest (Denkaufgaben), Sporttest, Arzt
BerlinOnlinetest, PC-Test, Sporttest als Hindernisparcours, Gespräch, Arzt
HessenAnderthalb Tage in Wiesbaden: PC-Test, Sporttest, Gruppenaufgabe, Interview, Arzt

Zwei Wörter aus der Tabelle:

  • Assessment-Center: Du löst Aufgaben, und Prüfer schauen zu. Zum Beispiel ein Rollenspiel mit einem Streit, einen kurzen Vortrag oder ein Interview.
  • Arzt: gemeint ist die polizeiärztliche Untersuchung. Sie prüft, ob du gesund genug für den Dienst bist.

Schulabschluss und Alter

„Fachabitur“ meint hier die Fachhochschulreife. Zur „vollen“ Fachhochschulreife gehört auch der praktische Teil. Beim Alter zählt in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Berlin und Hessen der Tag, an dem du anfängst. Beim Bund steht kein Stichtag dabei.

WoSchulabschlussHöchstens
Bund, Ausbildungmittlerer Schulabschluss, oder Hauptschulabschluss plus zwei Jahre Ausbildung27 Jahre, mit 3 Jahren Berufserfahrung 35
Bund, StudiumAbitur oder Fachabitur33 Jahre, mit Ausbildung und 3 Jahren Berufserfahrung 41
Nordrhein-WestfalenAbitur oder volle Fachhochschulreife. Ohne geht es mit Ausbildung und Berufserfahrung, oder über die Fachoberschule Polizeijünger als 37
BayernStudium: Abitur oder Fachabitur. Ausbildung: mittlerer Schulabschluss, oder qualifizierender Hauptschulabschluss plus Ausbildung17 bis 30 Jahre, Ausnahmen möglich
Berlin, StudiumAbitur oder Fachabitur41 Jahre
Berlin, Ausbildungerweiterte Berufsbildungsreife, oder Berufsbildungsreife plus mindestens zwei Jahre Ausbildung und zwei Jahre Berufserfahrung. So heißen in Berlin die Abschlüsse nach der 10. und der 9. Klasse40 Jahre
HessenAbitur, Fachabitur, Meisterprüfung, oder Realschulabschluss plus mindestens dreijährige Ausbildung mit Note 2,5 oder besser36 Jahre, Ausnahmen bis 38

Das brauchst du überall

  • Keine Vorstrafen. Die Polizei nennt das „einwandfreier Leumund“.
  • Die passende Staatsangehörigkeit. Beim Bund: deutsch, EU, EWR (das ist die EU plus Island, Liechtenstein und Norwegen) oder Schweiz. In Berlin: deutsch oder EU. Die bayerische Bewerbungsseite nennt die deutsche Staatsangehörigkeit.
  • Du hast einen Pass von außerhalb der EU? In Hessen geht es trotzdem. Dann brauchst du eine Niederlassungserlaubnis und musst mindestens fünf Jahre in Deutschland gelebt haben.

Wie groß muss ich sein?

Das fragen fast alle zuerst. Die Antwort hängt vom Land ab. Hier steht alles, was wir auf den offiziellen Seiten gefunden haben:

WoMindestgröße
Bundnicht genannt
Baden-Württemberg1,60 m, Ausnahmen möglich
Bayern1,60 m, darunter gibt es einen Vortest
Berlinkeine
Brandenburgkeine
Bremenkeine
Hamburg1,58 m
Hessenunklar: 1,55 m auf der Seite mit den Voraussetzungen, im Bewerbungsformular keine Vorgabe
Mecklenburg-Vorpommernkeine
Niedersachsenunklar: 1,63 m in einer Stellenanzeige des Landes für 2024, auf den Seiten der Polizeiakademie nicht genannt
Nordrhein-Westfalen1,63 m, darunter ist ein besonderer Test möglich
Rheinland-Pfalz1,62 m, Ausnahmen im Einzelfall
Saarlandkeine feste Grenze. Unter 1,62 m machst du einen Test, ob du körperlich alles schaffst
Sachsen1,60 m
Sachsen-Anhaltnicht gefunden
Schleswig-Holstein1,60 m
Thüringennicht gefunden

Du bist knapp darunter? Frag direkt bei der Polizei deines Landes nach. Oft gibt es einen Extra-Test.

Tattoos

WoTattoos
Bundkeine feste Regel, wird im Einzelfall geklärt
Nordrhein-Westfalenerlaubt, geprüft wird im Einzelfall: wo, was, wie groß
Bayernnur „zulässige“ Tattoos. Was das heißt, steht nicht auf der Bewerbungsseite
Berlinerlaubt, außer mit extremistischen, rassistischen, antisemitischen, sexistischen oder gewaltverherrlichenden Motiven. Im Gesicht wird einzeln geprüft
Hessenauf den geprüften Seiten nicht geregelt

Brille

Mit Brille bist du nicht automatisch raus. Berlin erlaubt Brille und Kontaktlinsen, wenn du damit gut genug siehst. Hessen verlangt mit Brille mindestens 0,8 auf jedem Auge und gutes Farbsehen. Wer nur mit Kontaktlinsen gut genug sieht, ist in Hessen raus. Die genaue Grenze legt die polizeiärztliche Untersuchung fest.

praktikum vorher

Ein Pflichtpraktikum steht bei keiner der fünf Polizeien, die wir genau geprüft haben. Trainieren musst du trotzdem. Und zwar früh.

Schwimmen

Den Schwimmnachweis bringst du selbst mit. Das wird verlangt:

WoSchwimmnachweis
BundSchwimmabzeichen Bronze
Nordrhein-WestfalenRettungsschwimmabzeichen Bronze oder Schwimmabzeichen Gold, höchstens 24 Monate alt
BayernSchwimmabzeichen mindestens Bronze, eine eigene Erklärung reicht
BerlinSchwimmabzeichen mindestens Bronze, beim Start höchstens 36 Monate alt
Hessen200 Meter in höchstens 7 Minuten und 10 Meter tauchen, oder Schwimmpass Silber oder besser

In Nordrhein-Westfalen brauchst du außerdem das Sportabzeichen. Die Frist steht in deinen Bewerbungsunterlagen.

kosten und zeit

kosten: keine

Du zahlst keine Studiengebühren. Im Gegenteil: Du bekommst ab dem ersten Tag Geld.

dauer

Beim Bund drei Jahre Studium oder zweieinhalb Jahre Ausbildung. Für dein Land: Link in der Tabelle unten.

Warum Geld ab dem ersten Tag? Weil du schon Beamtin oder Beamter bist, genauer: auf Widerruf. In der Ausbildung und im Studium heißt du „Anwärterin“ oder „Anwärter“. Dein Geld heißt „Anwärterbezüge“. Der Grundbetrag, brutto im Monat, also vor Abzügen:

WoGeld im Monatgilt seit
Bund, Studium1.744,22 €01.03.2024
Bund, Ausbildung1.473,37 €01.03.2024
Hessen, Studium1.634,81 €01.07.2026
Bayern, Studium1.623,85 €ab 01.10.2026
Nordrhein-Westfalen, Studium1.615,68 €01.04.2026
Bayern, Ausbildung1.569,93 €ab 01.10.2026

Die übrigen Länder haben wir beim Geld nicht geprüft. Für Berlin nennen wir keinen Betrag. Das Datum der Zahlen, die wir gefunden haben, ließ sich nicht sauber belegen. Beim Bund gibt es seit April 2026 einen Plan für eine Erhöhung. In der Tabelle stehen die Beträge, die am 23.09.2026 im Gesetz standen.

Beim Bund kommt die Polizeizulage dazu, also Extra-Geld, schon in Ausbildung und Studium. Nach einem Jahr sind das 95 Euro im Monat, nach zwei Jahren 228 Euro. Die Länder regeln ihre Zulagen selbst.

Ohne Abi zum Studium

Du hast den mittleren Schulabschluss und willst trotzdem studieren? In einigen Ländern gibt es einen Schulweg dahin:

  • Nordrhein-Westfalen: zwei Jahre Fachoberschule Polizei, danach hast du das Fachabitur. Die gibt es seit August 2022.
  • Niedersachsen: zwei Jahre Fachoberschule, danach das Studium.
  • Rheinland-Pfalz: Höhere Berufsfachschule plus Praktikum, danach das Studium.
  • Saarland: zwei Jahre „FOS Polizei“ (Fachoberschule mit Fachrichtung Polizei), danach das Studium.

Das Kleingedruckte

Beim Bund darf das Geld an Bedingungen geknüpft werden, wenn du als Anwärterin oder Anwärter studierst (§ 59 Absatz 5 Bundesbesoldungsgesetz). Was bei einem Abbruch für dich gilt, steht im Einstellungsbescheid. Das ist das Schreiben, mit dem du eingestellt wirst. Lies es, bevor du unterschreibst. Mehr dazu in unserer Akte zum öffentlichen Dienst.

gehalt und beruf

Nach dem Studium bist du beim Bund Polizeikommissarin oder Polizeikommissar. Dein Gehalt richtet sich nach der „Besoldungsgruppe“ A 9. Das ist deine Gehaltsgruppe. Innerhalb der Gruppe steigst du mit den Jahren in Stufen auf.

Beim Bundbrutto im Monat
Kommissarin, Kommissar zum Start (A 9, Stufe 1)3.354,26 €
Kommissarin, Kommissar in Stufe 84.283,30 €
Polizeimeisterin, Polizeimeister nach der Ausbildung (A 7, Stufe 1)2.963,97 €
Polizeizulage, kommt jeweils dazu228 €

Diese Beträge gelten seit dem 1. März 2024. Am 23.09.2026 standen sie so im Gesetz. In den Ländern heißen die Ämter gleich (A 7, A 9), die Beträge sind aber anders. Die Tabellen findest du zum Beispiel beim Landesamt für Besoldung in Nordrhein-Westfalen und beim Landesamt für Finanzen in Bayern.

Beamtin oder Beamter: was das heißt

  • Sicherer Job: Wer auf Lebenszeit verbeamtet ist, wird praktisch nicht gekündigt.
  • Pension statt Rente: Als Beamtin oder Beamter zahlst du nicht in die gesetzliche Rente ein. Im Alter bekommst du stattdessen eine Pension.
  • Vorher noch nicht so sicher: Beim Bund kannst du in Ausbildung und Studium entlassen werden (§ 37 Bundesbeamtengesetz). Das Gesetz sagt aber: In der Regel sollst du die Ausbildung zu Ende machen können. Auch in der Probezeit danach ist eine Entlassung möglich, zum Beispiel wenn du dich nicht bewährst (§ 34). Die Länder haben eigene Gesetze.
  • Schichtdienst: Du arbeitest auch nachts. Die Polizeizulage gleicht laut Gesetz auch Streifendienst und Nachtdienst aus.

zukunft im ki-zeitalter

gemischtBeruf: Polizeivollzugsbeamt(er/in), gehobener Dienst
automatisierbar
40 %
bundespolizei
40 %
kerntätigkeiten
4 von 10
neue technologien
11 genannt

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gehört zur Bundesagentur für Arbeit. Es schätzt: Computer und Software könnten 4 von 10 Kernaufgaben übernehmen. Das gilt für den gehobenen Polizeidienst allgemein und für die Bundespolizei. Beispiele für neue Technik im Beruf: die elektronische Akte, Bilderkennung und Geräte, die man am Körper trägt. Dazu kommt Software, die aus Daten ablesen soll, wo Einsätze nötig werden. Das heißt „Predictive Policing“.

Schätzungen, keine Prognose. Automatisierbarkeit und Technologien: Job-Futuromat des IAB, Berufe Polizeivollzugsbeamt(er/in) gehobener Dienst und Bundespolizei gehobener Dienst, abgerufen 23.09.2026. Die Beschäftigtenzahlen im Futuromat stammen aus der Statistik der Bundesagentur für Arbeit und erfassen keine Beamten. Für die Polizei sagen sie deshalb nichts und stehen hier nicht. Selbst nachschauen: job-futuromat.iab.de.

dafür

Geld ab dem ersten Tag. Keine Studiengebühren. Ein sicherer Job, wenn du auf Lebenszeit verbeamtet bist.

dagegen

Schichtdienst, auch nachts. Einsätze, die man mit nach Hause nimmt. Du legst dich früh auf den Bund oder ein Land fest. Und die Auswahl ist streng, vor allem beim Sport.

Unser Tipp: Wenn du mit dem Gedanken spielst, fang früh mit dem Training an. Und mach den Schwimmnachweis, bevor du dich bewirbst.

wo du studieren kannst

Hier ist die Übersicht für ganz Deutschland. Klick auf dein Land. Dann landest du auf der offiziellen Karriereseite. Dort steht auch, wie du dich bewirbst.

WoEinstiegHochschule
BundespolizeiAusbildung und StudiumHochschule des Bundes, Fachbereich Bundespolizei, Brühl und Lübeck
Baden-WürttembergAusbildung und StudiumHochschule für Polizei, Villingen-Schwenningen
BayernAusbildung und StudiumHochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern, Fachbereich Polizei
BerlinAusbildung und StudiumHochschule für Wirtschaft und Recht, Campus Lichtenberg
BrandenburgAusbildung und StudiumHochschule der Polizei des Landes Brandenburg, Oranienburg
Bremennur StudiumHochschule für Öffentliche Verwaltung, Bremen. Einige Plätze in Oldenburg
HamburgAusbildung und StudiumAkademie der Polizei Hamburg
Hessennur StudiumHessische Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit, mehrere Standorte
Mecklenburg-VorpommernAusbildung und StudiumFachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege, Güstrow
Niedersachsennur StudiumPolizeiakademie Niedersachsen, Nienburg, Oldenburg, Hann. Münden
Nordrhein-Westfalennur StudiumHochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalznur StudiumHochschule der Polizei Rheinland-Pfalz, Hahn
Saarlandnur StudiumFachhochschule für Verwaltung des Saarlandes, Göttelborn
SachsenAusbildung und StudiumHochschule der Sächsischen Polizei, Bautzen und Rothenburg (Oberlausitz)
Sachsen-AnhaltAusbildung und StudiumFachhochschule Polizei Sachsen-Anhalt, Aschersleben
Schleswig-HolsteinAusbildung und StudiumFachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung, Altenholz bei Kiel
ThüringenAusbildung und StudiumThüringer Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Fachbereich Polizei, Meiningen

„Nur Studium“ heißt: Die Karriereseite nennt nur diesen Weg. Stand der Übersicht: 24.09.2026. Es zählt immer, was auf der Seite der Polizei steht, bei der du dich bewirbst. Nicht das, was jemand aus einem anderen Bundesland erzählt.

was andere erlebt haben

Echte Erfahrungsberichte zum Polizeistudium haben wir noch nicht. Ausdenken wollen wir keine.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Bundespolizei und Landespolizei?

Die Bundespolizei arbeitet für ganz Deutschland, zum Beispiel an Bahnhöfen, Flughäfen und Grenzen. Die Landespolizei ist die Polizei in deinem Bundesland, mit Streife und Kriminalpolizei. Jede hat eigene Regeln für Bewerbung, Tests und Geld. Du bewirbst dich bei einer davon.

Wie groß muss ich für die Polizei sein?

Das hängt vom Land ab. Keine Mindestgröße gibt es zum Beispiel in Berlin, Brandenburg, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern. Die höchste Grenze, die wir gefunden haben, liegt bei 1,63 Meter (Nordrhein-Westfalen). Einige Länder haben einen Extra-Test, wenn du kleiner bist. Die Liste für alle Länder steht oben im Abschnitt „wie du reinkommst“.

Kann ich mit Tattoo zur Polizei?

Meistens ja. Nordrhein-Westfalen und die Bundespolizei prüfen im Einzelfall. Berlin verbietet nur Motive, die extremistisch, rassistisch, antisemitisch, sexistisch oder gewaltverherrlichend sind. Im Gesicht wird einzeln geprüft. Bayern erlaubt „zulässige“ Tattoos.

Wie viel Geld bekomme ich im Polizeistudium?

Beim Bund 1.744,22 Euro im Monat (seit 01.03.2024). Nach einem Jahr kommen 95 Euro Polizeizulage dazu, nach zwei Jahren 228 Euro. In Hessen sind es 1.634,81 Euro (seit 01.07.2026), in Nordrhein-Westfalen 1.615,68 Euro (seit 01.04.2026), in Bayern 1.623,85 Euro (ab 01.10.2026). Alles brutto, also vor Abzügen.

Brauche ich Abitur, um Polizist zu werden?

Nein. Mit mittlerem Schulabschluss kannst du in zehn Ländern und beim Bund eine Ausbildung machen. In Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und im Saarland gibt es außerdem einen Schulweg, der dich zum Studium führt. In Hessen reicht auch die Meisterprüfung oder ein Realschulabschluss mit mindestens dreijähriger Ausbildung, abgeschlossen mit 2,5 oder besser.

Wie alt darf ich höchstens sein?

Beim Bund im Studium 33, mit Ausbildung und drei Jahren Berufserfahrung 41. In Nordrhein-Westfalen musst du jünger als 37 sein. In Bayern gilt 17 bis 30, in Berlin im Studium 41, in Hessen 36 mit Ausnahmen bis 38.

Kann ich mit Brille Polizistin werden?

Meistens ja. Berlin erlaubt Brille und Kontaktlinsen, wenn du damit gut genug siehst. Hessen verlangt mit Brille mindestens 0,8 auf jedem Auge und gutes Farbsehen. Wer nur mit Kontaktlinsen gut genug sieht, ist in Hessen raus. Wo genau die Grenze liegt, entscheidet die polizeiärztliche Untersuchung.

SSM
Geschrieben von

Susanne Schmidt-Dizdarevic. Prokuristin der echt Personal GmbH, verantwortlich für Personal. Gelernte Hotelfachfrau, seit 2009 in der Personaldienstleistung. Schließt jede Woche kurzfristige Arbeitsverträge mit Studenten und Schülern ab.

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Quellen

@echt.foryou