Betriebswirtschaftslehre (BWL) ist das größte Fach in Deutschland. 233.231 Menschen studieren es, also jede zwölfte Person. Danach kommen Informatik, Medizin, Psychologie und Jura. In fünf Jahren am meisten gewachsen sind Informatik, Medizin, Psychologie und Soziale Arbeit. Am meisten geschrumpft sind Maschinenbau und Mathematik. Und ganz am Ende der Liste? Da steht Kaukasistik mit fünf Studierenden. Beliebt heißt aber nicht, dass Leute aus dem Fach gesucht werden. Dafür gibt es die Fachakten.
Statistisches Bundesamt (Destatis), GENESIS-Online, Tabelle 21311-0003 „Studierende: Deutschland, Semester, Nationalität, Geschlecht, Studienfach", Wintersemester 2025/26 endgültig, Stand 21.08.2026. Frauenanteil und Veränderung gegenüber dem Wintersemester 2020/21 sind eigene Berechnungen aus dieser Tabelle. Stand 15.09.2026.
Gezählt sind alle Studierenden im Fach, vom ersten Semester bis zum Master. Ein Semester ist ein halbes Jahr im Studium. Gibt es zu einem Fach eine Fachakte, also eine eigene Seite bei uns, dann ist das Fach verlinkt.
| Rang | Fach | Studierende | Frauen | seit 2020 |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Betriebswirtschaftslehre | 233.231 | 46 % | −4,0 % |
| 2 | Informatik | 157.736 | 21 % | +17,9 % |
| 3 | Medizin | 120.553 | 65 % | +18,5 % |
| 4 | Psychologie | 119.006 | 78 % | +18,1 % |
| 5 | Rechtswissenschaft (Jura) | 116.760 | 59 % | −2,1 % |
| 6 | Wirtschaftswissenschaften | 91.819 | 46 % | +2,6 % |
| 7 | Soziale Arbeit | 85.459 | 77 % | +17,7 % |
| 8 | Maschinenbau | 77.862 | 14 % | −22,3 % |
| 9 | Wirtschaftsinformatik | 70.089 | 24 % | +5,0 % |
| 10 | Elektrotechnik | 60.522 | 16 % | −8,7 % |
| 11 | Germanistik | 60.135 | 79 % | −13,2 % |
| 12 | Wirtschaftsingenieurwesen | 59.954 | 23 % | −14,5 % |
| 13 | Bauingenieurwesen | 57.681 | 30 % | +0,1 % |
| 14 | Biologie | 55.860 | 67 % | +1,6 % |
| 15 | Erziehungswissenschaften | 55.111 | 78 % | −10,9 % |
| 16 | Internationale BWL / Management | 52.381 | 53 % | +2,8 % |
| 17 | Anglistik | 46.972 | 71 % | −3,7 % |
| 18 | Mathematik | 46.720 | 46 % | −20,3 % |
| 19 | Gesundheitswissenschaften | 43.645 | 74 % | +9,6 % |
| 20 | Physik | 42.999 | 29 % | −14,3 % |
Knapp dahinter liegt Architektur mit 40.527 Studierenden. Dann folgen Chemie mit 35.670, Politikwissenschaft mit 32.880 und Geschichte mit 29.999. Ein Jahr vorher stand Architektur noch auf Platz 20. Jetzt haben die Gesundheitswissenschaften das Fach überholt.
Vom Wintersemester 2020/21 bis zum Wintersemester 2025/26 ist die Zahl aller Studierenden um knapp 80.000 gesunken. Sie fiel von 2,94 auf 2,86 Millionen. Zwischen den Fächern hat sich dabei viel verschoben.
| Fach | mehr Studierende | in Prozent |
|---|---|---|
| Informatik | +23.971 | +17,9 % |
| Medizin | +18.841 | +18,5 % |
| Psychologie | +18.231 | +18,1 % |
| Soziale Arbeit | +12.862 | +17,7 % |
| Interdisziplinäre Studien, Ingenieurwissenschaften | +4.218 | +22,2 % |
| Fach | weniger Studierende | in Prozent |
|---|---|---|
| Maschinenbau | −22.394 | −22,3 % |
| Mathematik | −11.873 | −20,3 % |
| Wirtschaftsingenieurwesen | −10.166 | −14,5 % |
| BWL | −9.769 | −4,0 % |
| Germanistik | −9.121 | −13,2 % |
Jetzt in Prozent, und nur Fächer mit heute mehr als 5.000 Studierenden: Vorn liegt Kindheitspädagogik mit plus 61 Prozent. Das Fach wuchs von 3.967 auf 6.390 Studierende. Dahinter kommen Statistik mit plus 44 Prozent und Pflegewissenschaft mit plus 25 Prozent. Am meisten verloren hat Evangelische Theologie mit minus 37 Prozent. Dort sank die Zahl von 10.803 auf 6.783. Danach kommen Umwelttechnik mit minus 30 Prozent und Haushalts- und Ernährungswissenschaft mit minus 29 Prozent.
| Fach | Studierende | davon Frauen |
|---|---|---|
| Kaukasistik | 5 | 5 |
| Niederdeutsch | 6 | 3 |
| Baltistik | 9 | 8 |
| Ozeanografie | 17 | 8 |
| Wissenschafts- und Technikgeschichte | 26 | 9 |
Kaukasistik sind die Sprachen und Kulturen des Kaukasus. Baltistik sind die Sprachen und Kulturen des Baltikums. Solche Fächer gibt es meist nur an einer oder zwei Unis in Deutschland. Sie hängen davon ab, dass die Uni sie trotz fünf Studierenden weiterführt. Gezählt sind nur Fächer, die das Statistische Bundesamt als eigenes Fach aufführt. Das ist die Behörde für amtliche Zahlen in Deutschland. Kleine Sprachfächer wie Polnisch oder Tschechisch zählen seit 2025 zur Slawistik. Deshalb tauchen sie nicht mehr einzeln auf.
51 Prozent aller Studierenden sind Frauen, also 1.468.030 von 2.864.160. In den großen Fächern ist das aber sehr ungleich verteilt. In Germanistik, also deutscher Sprache und Literatur, sind 79 Prozent Frauen. In Psychologie sind es 78, in Erziehungswissenschaften 78 und in Sozialer Arbeit 77. Auf der anderen Seite steht Maschinenbau mit 14 Prozent Frauen. Dann kommen Elektrotechnik mit 16 und Informatik mit 21. Ausgeglichen sind BWL, Wirtschaftswissenschaften und Mathematik. Dort sind es jeweils rund 46 Prozent Frauen.
Die Liste zeigt, was viele wählen. Sie zeigt nicht, was gebraucht wird. Und schon gar nicht, was in zehn Jahren gebraucht wird. Zwei Beispiele aus der Tabelle selbst: Maschinenbau hat in fünf Jahren 22 Prozent seiner Studierenden verloren. Gleichzeitig rechnet das Institut der deutschen Wirtschaft bis 2040 mit 15 Prozent mehr Beschäftigten in Ingenieurberufen. Informatik ist um 18 Prozent gewachsen. Trotzdem steht Softwareentwicklung nicht mehr in der Engpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit für 2025. Darin steht, in welchen Berufen Fachkräfte fehlen. Dazu kommt KI, also künstliche Intelligenz. Wie viel von einem Beruf heute schon Maschinen machen könnten, hat mit seiner Größe nichts zu tun. Deshalb steht in jeder Fachakte ein Zukunfts-Check. Darin findest du den Trend bei den Beschäftigten, die Engpassliste und das Gehalt. Dazu kommt, was das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sagt: Wie viel davon könnten Maschinen übernehmen? Die Rangliste sagt dir, wo du viele Leute im gleichen Studium hast. Die Akte sagt dir, was danach kommt.
Am beliebtesten ist Betriebswirtschaftslehre. Im Wintersemester 2025/26 hatte das Fach 233.231 Studierende. Das sind rund 8 Prozent aller 2,86 Millionen Studierenden. Danach kommen Informatik mit 157.736 und Medizin mit 120.553. Quelle: Statistisches Bundesamt, Tabelle 21311-0003.
BWL, Informatik, Medizin, Psychologie, Rechtswissenschaft, Wirtschaftswissenschaften, Soziale Arbeit, Maschinenbau, Wirtschaftsinformatik, Elektrotechnik. Das ist der Stand im Wintersemester 2025/26. Es sind amtliche Zahlen des Statistischen Bundesamts.
Kaukasistik mit fünf Studierenden im Wintersemester 2025/26. Danach kommen Niederdeutsch mit sechs und Baltistik mit neun. Gezählt sind nur Fächer, die das Statistische Bundesamt als eigenes Fach aufführt.
Nein. Die Zahl sagt, wie viele sich eingeschrieben haben. Sie sagt nicht, wie viele gebraucht werden. Maschinenbau hat in fünf Jahren 22 Prozent verloren. Trotzdem rechnet das Institut der deutschen Wirtschaft bis 2040 mit 15 Prozent mehr Beschäftigten in Ingenieurberufen. Informatik ist um 18 Prozent gewachsen. Trotzdem steht Softwareentwicklung 2025 nicht mehr in der Engpassliste der Arbeitsagentur. Was zählt, steht in der Fachakte zum jeweiligen Fach. Schau dort unter „zukunft im ki-zeitalter“.
Die Zahlen kommen aus der Datenbank des Statistischen Bundesamts. Sie heißt GENESIS (genauer: GENESIS-Online). Es ist die Tabelle 21311-0003 „Studierende nach Studienfach“ für das Wintersemester 2025/26. Die Zahlen sind endgültig, Stand 21.08.2026. Wie viele Frauen ein Fach studieren und was sich verändert hat, haben wir daraus selbst berechnet.
Susanne Schmidt-Dizdarevic. Prokuristin der echt Personal GmbH, verantwortlich für Personal. Gelernte Hotelfachfrau, seit 2009 in der Personaldienstleistung. Schließt jede Woche kurzfristige Arbeitsverträge mit Studenten und Schülern ab.
Ist dein Fach in der Liste, und hättest du es auf diesem Platz erwartet? Schreib es unter den Beitrag auf Instagram, dann haben alle etwas davon: @echt.foryou.
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