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Kaufe zwei und zahle drei: Diesen wirtschaftlichen Schaden hast du als Gastronom im Menülauf

Insiderwissen 17. März 2026 · Kenan Dizdarevic

Es klingt nach Kleinigkeit – ob eine Servicekraft zwei oder drei Teller gleichzeitig trägt. Rechnet man es an einem konkreten Event durch, wird der wirtschaftliche Unterschied schnell deutlich.

Das Rechenbeispiel

Ein Event mit 30 benötigten Kräften, Vier-Gänge-Menü im Menülauf:

  • Mit Kräften, die nur zwei Teller gleichzeitig tragen können, braucht man rechnerisch rund 10 zusätzliche Personen, um denselben Durchsatz zu erreichen wie mit erfahrenen Drei-Teller-Kräften.
  • 30 Kräfte im Zwei-Teller-Modus kosten in diesem Beispiel rund 1.791,90 €, während 20 erfahrene Kräfte im Drei-Teller-Modus dieselbe Leistung für rund 1.194,60 € erbringen.
  • Differenz: rund 597 € pure Mehrkosten – für ein einziges Event, ausschließlich weil die eingesetzten Kräfte weniger belastbar sind.

Warum das oft übersehen wird

Auf den ersten Blick wirkt eine günstigere Servicekraft pro Stunde attraktiv. Rechnet man die tatsächlich benötigte Kopfzahl mit ein, kehrt sich das Bild häufig um. Erfahrung ist kein Kostenfaktor, sondern ein Effizienzfaktor.

Was das für die Personalplanung heißt

Wer bei der Personalauswahl auf nachweisliche Erfahrung statt nur auf den niedrigsten Stundensatz achtet, spart am Ende oft mehr, als der höhere Lohn kostet. Genau deshalb bilden wir unsere Kräfte gezielt auf solide Service-Grundlagen aus, bevor sie allein im Menülauf eingesetzt werden.