Seit 2015 sind die Löhne für studentische Aushilfen im Servicebereich um rund 80 % gestiegen. Eine faire und überfällige Entwicklung. Nur: Für Kunden hat sich die Servicequalität im selben Zeitraum kaum spürbar verbessert. Wie passt das zusammen?
Margendruck: Steigende Löhne wurden häufig eins zu eins auf den Kundenpreis umgelegt, ohne dass sich an der eigentlichen Arbeitsorganisation etwas verändert hat.
Bürokratie seit der AÜG-Reform 2017: Die verschärften Regeln zur Arbeitnehmerüberlassung haben den administrativen Aufwand spürbar erhöht. In manchen Phasen lag die Einstellungsquote – also der Anteil der Bewerbungen, die tatsächlich zu einer Einstellung führten – bei klassischen Anbietern bei unter 10 %. Ein enormer Verwaltungsaufwand für vergleichsweise wenig tatsächlich verfügbares Personal.
Standardisierte Mindestlöhne ohne Differenzierung: Wenn ohnehin gesetzliche Mindestlöhne greifen, verlieren manche Anbieter den Anreiz, sich über Qualität statt nur über Preis zu unterscheiden.
Wir setzen konsequent auf Automatisierung in der Verwaltung, um genau diese Reibungsverluste zu reduzieren. Das Ergebnis: höhere Löhne für unsere Aushilfen, ohne dass die Servicequalität für Kunden auf der Strecke bleibt – weil klare Standards bei Auswahl und Einweisung eingehalten werden, unabhängig vom Lohnniveau.
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